Statistiken sind nicht interessant

30. Januar 2016 @

Hannover 96 steht nun vor einem schweren Auswärtsspiel, wenn man in dieser Situation überhaupt zwischen „schwer“ und „leicht“ unterscheiden kann. Aber mit Leverkusen steht jetzt als Gegner vor der Tür, der Ambitionen auf die Champions League oder die Europa League hat – und auf Tabellenplatz 5 steht.

Neben der Heimniederlage gegen die Leverkusener spricht auch die Statistik Gegen die Hannoveraner. Aber „Statistik interessiert mich nicht“, sagte Cheftrainer Thomas Schaaf dazu, „die Mannschaft ist relevant.“ Er will, dass die Arbeit am System und der Psyche fortgesetzte wird und die in der ersten Hälfte des Spiels gegen Darmstadt gezeigte Leistung sich stabilisiert und auch die zweite Spielhälfte erreicht.

Thomas Schaaf bleibt ruhig und sieht die Mannschaft auf dem richtigen Weg - Foto: JPH

Thomas Schaaf bleibt ruhig und sieht die Mannschaft auf dem richtigen Weg – Foto: JPH

Dafür haben er und die Mannschaft viele Situationen trainiert und eine „Aufgabendefinition“ vorgenommen, so der Trainer. Und so keimt sie wieder im Team, die Hoffnung und Überzeugung, in Leverkusen etwas erreichen zu können. Das allerdings wird sicher nicht nur auf Grund der Qualität des Gastgebers das schwerer werden als gegen Darmstadt, denn Schulz und Sané sind wegen der fünften gelben Karte für das Spiel gesperrt. Dazu steht auch Uffe Bech nicht zur Verfügung, denn er hat sich erneut verletzt und laboriert jetzt an einer Innenbanddehnung im Knie.

So könnte es auf Gülselam für Schulz in der Abwehr und Yamaguchi für Sané im Mittelfeld hinauslaufen. Aber auch Schmiedebach könnte wieder in der Abwehr eingesetzt werden und Karaman im Mittelfeld auflaufen. Felipe dagegen, anscheinend sowieso nicht Schaafs erste Wahl, fällt wegen einer Erkrankung aus, Klaus hat eine Innenbandzerrung.

Zudem hat Schaaf noch zwei typische 96-Probleme entdeckt, die es zu beheben gilt: Die Bälle kommen nicht vorn an, so dass Almeida und Szalai regelrecht „verhungern“, und im Sturm schiebt man sich den Ball zu, nach dem Motto „Schieß Du, ich habe nicht die Traute“. Ob es am Rhein überhaupt eine Doppelspitze aus den beiden Neuzugängen geben wird, ließ Schaaf natürlich offen. Zwar ist Almeida, vor kurzem noch mit Problemen in der Wade, die vom Rücken herrührten, wieder fit, doch auch die mögliche Aufstellung und erwartete Taktik des Gegners bestimmt die Mannschaft.

Da könnte es durchaus von Vorteil sein, dass die Leverkusener derzeit gleich drei Probleme in der Abwehr haben: Tin Jedvej hat Zahnprobleme, Kyriakos Papadopoulos einen Muskelverhärtung und Jonathan Tah hat „Rücken“.

Zum Abstand von nunmehr bereits vier Zählern auf Bremen kommentierte er abschließend: „Jeder Punkt, den wir nicht auf der Haben-Seite verbuchen, tut uns weh.“ Heute könnte man das ändern – denn Statistik zählt ja nicht.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.