Sie nannten ihn Messi: WM im Iltener Schützenhaus

16. Juli 2018 @

Bereits am Himmelfahrtstag des Jahres hatten Iltens Schützen zu einem sportlichen Wettbewerb aufgerufen, der nach dem Modus der Fußball-WM in Russland ausgetragen wurde: 32 Starterinnen und Starter traten in acht Gruppen gegeneinander an. Jedem Schützen wurde vorab eine Nation zugelost. Doch anstatt eines 90-minütigen Spiels wurden jeweils fünf Schüsse für sein Nationalteam abgegeben. Jede getroffene „10“ wurde als Tor gezählt.

Marcel Strebost (li.) und Mirko Lorenzen lieferten sich ein WM-reifes Duell – Foto: C. Elges

Am Tage des Halbfinals, in dem die deutsche Fußballnationalmannschaft in Russland hätte stehen können, hatten die Iltener noch einmal Sportlerinnen und Sportler befreundeter Vereine eingeladen. Auf der neuen Sportanlage wurde die WM mit Kleinkalibergewehren auf eine Entfernung von 50 Metern „nachgeschossen“.

Dass beide Abläufe offenbar gar nicht weit auseinander lagen, lässt sich leicht nachweisen: Auch in Ilten belegte Deutschland nach der Vorrunde Platz 4. Im Achtelfinale ging es gleich zweimal ins „Elfmeterschießen“.  Nach den regulären fünf Schüssen stand es in den Partien Spanien gegen Uruguay, England gegen Polen und Schweiz gegen Südkorea unentschieden. Nach fünf weiteren Schüssen – den sogenannten Elfermetern – setzten sich Helge Militz für Uruguay, Sabine Militz für England und Gertraud Landschoof aus Ahlten für die Schweiz durch und erreichten das Viertelfinale.

Gertraud Landschoof war zu Recht stolz auf ihre Leistung. 5 Treffer in die 10, doch erst im Spiel um Platz drei – Foto: C. Elges

Und auch hier wurde es wieder spannend. Reinhard Knorr aus Anderten für Schweden und Mirko Lorenzen aus Rethmar für Tunesien lieferten sich ein packendes Duell, das Lorenzen (also Tunesien) am Ende für sich entschied. Im Halbfinale musste Tunesien dann gegen Peru (vertreten durch Georg Rieger aus Burgdorf) antreten. Nach den regulären fünf Schüssen stand es 0:0. Nach weiteren fünf Patronen jedoch hatte wiederum Tunesien mit 3:2 die Nase vorn. Im zweiten Halbfinale setzte sich derweil Marcel Strebost für Argentinien gegen die Schweiz (also Gertraud Landschoof) mit 3:1 durch.

Im Spiel um Platz 3 deklassierte Gertraud Landschoof den Burgdorfer Rieger mit 5:0 Treffern in die „10“. Das Finale schoss Marcel Strebost ähnlich souverän. Ebenfalls fünf Treffer in die 10 bei fünf Schüssen bedeuteten fünf Tore. Da hatte Mirko Lorenzen nur noch zwei Treffer entgegenzusetzen. Das 5:2 bedeutete die Iltener Weltmeisterschaft für Marcel Strebost! Sie nennen ihn jetzt „Messi“…

C. Elges/JPH

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