Schwerer Heimstart für Hannover 96

22. August 2015 @

Mit einem schweren Heimstart beginnt für Hannover 96 heute um 15.30 Uhr die Saison in der HDI Arena. Nachdem der SV Darmstadt 98 die Niedersachsen schon mal kalt erwischt und ihnen ein Unentschieden abgetrotzt hat, kommt nun ein Championsleague Aspirant an die Leine. Mit Bayer Leverkusen reist eine Mannschaft an, die schon immer gerne in die Landeshauptstadt gekommen ist – und mit mindestens einem Punkt wieder davon zog. Gegen keine Bundesligamannschaft hat Hannover 96 eine schlechtere Siegquote.

Michael Frontzeck will gegen Leverkusen eine mannschaftlich geschlossene Leistung sehen - Foto: JPH

Michael Frontzeck will gegen Leverkusen eine mannschaftlich geschlossene Leistung sehen – Foto: JPH

Nach der Niederlage 2015 in Leverkusen kam der amtierende Cheftrainer Michael Frontzeck ins Amt und rettete am Schluss die „Roten“ vorm Abstieg. Jetzt baut er gerade eine Mannschaft auf – und trifft sogleich auf einen der „Angstgegner“. Allerdings hat Hannover auch etwas statistisches dagegen aufzubieten: Seit 2008 hat Hannover 96 kein erstes Heimspiel einer Saison mehr verloren. Zudem ist bei Leverkusen der Stürmer Heung-Min Son derzeit etwas „indisponiert“ und Neuzugang Charles Aránguiz fällt gar ganz aus. Dafür könnte, wenn „der letzte Test positiv ausfällt, Salif Sané wieder mit in der Anfangsformation stehen“, so Frontzeck.

„Wir erwarten mit Leverkusen einen sehr starken Gegner, der traditionell guten Fußball bietet. Die Mannschaft ist sehr aggressiv und individuell sehr stark. So wissen wir, was auf uns zukommt“, analysierte der Trainer den Gast. Und er ist sich sicher, dass es für Leverkusen vollkommen unwichtig ist, ob es sich nach dem schweren Spiel in Rom um ein Bundesliga- oder ein Championsleague Qualifikationsspiel handelt. „Die Mannschaft ist gut besetzt und steckt die Belastung weg“, ist sich Frontzeck sicher. „Die wollen hier Punkte holen.“

Trainer Michael Frontzeck und Pressesprecher Alex Jacob präsentierten das T-Shirt - Foto: JPH

Und nach dem Spiel gehen die Fans zur Party – Foto: JPH

Damit das nicht in zu großem Umfang passiert, müssen sich die Hausherren erheblich anstrengen. Von den Fans wünscht sich der Trainer den gleichen Enthusiasmus wie zum Saisonende im April. „Gerade jetzt, wo die schweren Heimspiele anstehen“, so Frontzeck. Rund 40 000 Besucher wollen das versuchen.

Die Leverkusener sind bereits im ersten Drittel des Feldes sehr aggressiv, was den Roten nicht sehr angenehm sein dürfte, meint der Coach. Den „Stars“ beim Gegner will er mit mannschaftlicher Geschlossenheit begegnen. Dazu gehört eine stabile Abwehr, in der Sakai, Albonorz und Sorg eine „rechte“ Alternative sein können. „Ich will nicht wieder erleben, dass ein Spieler wie Heller im eins gegen eins auf das Tor zuläuft. Solche Aufgaben müssen wir im Kollektiv erledigen“, verlangt Frontzeck. Allerdings ließ er offen, ob er außerdem das Elfmeterschießen wieder im Trainingsprogramm hat. Dazu müssten die Hausherren ja auch erst einmal einen zugesprochen bekommen. Darauf zu spekulieren wäre allerdings vermessen – da ist das Schießen aus der zweiten Reihe, wie Benshop es gegen Darmstadt vormachte, schon sicherer.

Bevor allerdings das Spiel angepfiffen wird, werden die langjährigen Spieler Markus Miller, Jan Schlaudraff und Christian Pander von 96-Präsident Martin Kind verabschiedet. Und nach dem Spiel startet am Nordausgang die große Party „Spaß gegen Stumpf„, zu dem auch die Gäste eingeladen sind, die zuvor nicht am Spiel als Zuschauer teilgenommen haben. Allerdings stehen auch noch genügend Karten an der Tageskasse zur Verfügung, so dass Kurzentschlossene auch noch im Stadion dabeisein können. Oder, falls der Garten lockt, mit dem Live-Ticker von Sehnde-News auf der Terrasse oder dem Balkon im Stadion sitzen.

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