„Respekt ja, Angst nein“ – Hannover 96 spielt bei den „Eisernen“ in Berlin

15. Oktober 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Eigentlich sind sie zuhause bislang eine Macht, haben seit 2015 nach Paderborn kein Spiel mehr verloren, doch das schreckt den Cheftrainer Daniel Stendel von Hannover 96 nicht: „Wir fahren mit Respekt nach Berlin, doch nicht mit Angst“, sagte er am Freitagmittag, als es um das Spiel am Sonntag beim 1. FC Union Berlin ging. Die „Eisernen“ wie sie auch genannt werden, können auf eigenem Platz eine gute Bilanz vorweisen. Doch wenn Hannover aufsteigen will, dann müssen auch solch unangenehme Gegner geschlagen werden – auswärts und daheim. „Wir machen unser Spiel, sind gut in Form und wollen die Gier auf Erfolg behalten“, so Stendel weiter.

Daniel Stendel fährt mit Respekt zum 1.FC Union Berlin, will aber drei Punkte holen - Foto: JPH

Daniel Stendel fährt mit Respekt zum 1.FC Union Berlin, will aber drei Punkte holen – Foto: JPH

Dabei wird er für den Sturm ein Problem beheben müssen. Harnik und Füllkrug fehlen, Sarenren-Bazee ist noch nicht komplett wieder hergestellt. Dafür sitzt die Neuverpflichtung Elias Huth mit im Bus und könnte gemeinsam mit Felix Klaus und Kenan Karaman im Sturm agieren. Ob in der Abwehr dann wieder Salif Sané spielen wird, ließ der Trainer am Freitag ebenso offen wie die Frage, ob er überhaupt spielen wird. Denn inzwischen hat die Mannschaft mit Marvin Bakalorz, Sebastian Maier und Manuel Schmiedebach eine stabiles, variables Mittelfeld und in der Innenverteidigung haben Waldemar Anton und Stefan Strandberg die Nase vorn – zweimal zu Null ist eine Hausnummer. Oder „ein Pfund, mit dem man wuchern kann“, wie Stendel es nannte.

Da ist nicht unbedingt Platz für Sané, und es klang auch nicht unbedingt danach, zumal der auch in den vorherigen Spielen nach außen nicht immer den Eindruck vermittelte, noch ganz bei der hannoverschen Sache zu sein – Winterverkauf nicht ausgeschlossen? Die beiden Außenverteidiger Miiko Albornoz und Oliver Sorg machten jeweils eine passable Figur, doch da auch Felipe wieder dabei ist, könnte für einen von beiden mal eine Pause vorgesehen werden. Rauskippen dürfte wohl Iver Fossum, der in den zurückliegenden Partien nicht voll überzeugen konnte. Und so stellt sich die Frage, wo ein Sané eingebaut werden kann oder sollte – denn dass der nicht mehr wechselwillig ist, daran glaubt sicher nicht einmal mehr der Präsident Martin Kind. Deshalb sagte Stendel auch auf die entsprechende Frage, die bezeichnenderweise erst gegen Ende der Konferenz gestellt wurde: „Sané hat eine Chance zu spielen, das haben alle. Konkurrenz ist gut.“

Spielt er oder nicht: Salif Sané könnte auflaufen - Foto: JPH

Spielt er oder nicht: Salif Sané könnte auflaufen – Foto: JPH

Den Gegner hat der Trainer gegen St. Pauli beobachtet und konstatierte, dass es Möglichkeiten gibt, „Union in Bedrängnis zu bringen“. Das die nur drei Punkte hinter 96 stehen, könnte sogar von Vorteil sein, meint Stendel, „weil Union auch das Spiel nach vorn machen dürfte“. Unterstützen wird die Gastgeber die großartige Kulisse der Alten Försterei, in der allerdings auch 2500 Fans aus Hannover dabei sein werden. Und dass die Stimmung machen können, weiß man spätestens seit dem Auftritt in München. Das Kartenkontingent für Berlin war jedenfalls innerhalb von zehn Minuten ausverkauft.

Wer keine Karte mehr bekommen hat und das Spiel trotzdem live verfolgen möchte, kann dies auch in Sehnde tun – unter anderem in der Sehnder Arena an der Peiner Straße ab 13.30 Uhr auf Großbild-HD-Leinwand.

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