Polizeiplanung für das Niedersachsen-Derby am Sonnabend

14. April 2017 @

Die Vorbereitungen des Polizeieinsatzes anlässlich des Niedersachsenderbys zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig am Ostersonnabend gehen auf die Zielgerade. Eine besondere Bedeutung hat dabei die Trennung der beiden Fanlager. Die Polizeidirektion (PD) Hannover wird auf ihrem Twitter-Account über den Einsatz informieren. Zudem unterstützt die Landeshauptstadt Hannover die Polizei unter anderem mit der Einrichtung eines Bürgertelefons.

Die Kontrollen werden sehr intensiv sein – und entsprechend früher sollten die Besucher da sein – Foto: JPH

Die Planungen für dieses Spiel mit erhöhtem Risiko laufen in der PD Hannover bereits seit geraumer Zeit. Die Behörde hat dazu eigens einen Vorbereitungsstab eingesetzt, der am 1. März seine Arbeit aufgenommen hat. Die Einsatzleitung liegt bei Polizeivizepräsident Jörg Müller. Dabei bezieht die PD auch die Erfahrungen der vorangegangenen Derbys in ihre Überlegungen mit ein. Zudem steht die hannoversche Polizei im Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen in Braunschweig, der Bundespolizeidirektion in Hannover sowie den Fanprojekten und Fanbeauftragten beider Vereine.

Im Zusammenhang mit dem jüngsten Aufeinandertreffen der Clubs am 6. November 2016 in Braunschweig wurde deutlich, welches ausgeprägte feindschaftliche Verhältnis zwischen Teilen beider Anhängerschaften besteht. Zwei Tage vor dem Spiel hatte sich eine hohe Zahl gewaltbereiter Personen beider Lager zu einer sogenannten Drittortauseinandersetzung in Hildesheim verabredet. Diese konnte von der Polizei verhindert werden. Eine besondere Aufgabe von höchster Prioriät wird also sein, ein Aufeinandertreffen beider Fanlager zu verhindern.

Mit „Faninfos“ für die Anhänger beider Vereine, die unter anderem auf der Internetseite der Polizeidirektion Hannover veröffentlicht sind, werden alle Besucher noch einmal über die Besonderheiten am Spieltag informiert, dabei unter anderem auch über Anreisemodalitäten und Parkmöglichkeiten. Aktuelle Informationen zum Polizeieinsatz erhalten Interessierte zudem am Sonnabend über den Twitter-Account der PD Hannover.

Um das Stadion sind auch Wasserwerfer positioniert – Foto: JPH/Archiv

Die PD Hannover hat auch die aktuellen Geschehnisse in Dortmund bewertet und in ihre Einsatzplanungen mit einbezogen. Demnach werden bei der Begegnung am Sonnabend unter anderem die Sicherheitskontrollen an den Eingängen der Arena noch einmal verstärkt und durch Polizeibeamte unterstützt.

Natürlich ist unmittelbar vor den Ostertagen der Sonnabend auch ein Einkaufstag in der City. Die Landeshauptstadt Hannover unterstützt die Polizei bei ihren Maßnahmen und richtet deshalb ab 8 Uhr bis Einsatzende ein gemeinsames Bürgertelefon ein. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800/73 13 131 erhalten Anrufer Informationen über geplante oder auch kurzfristige Straßensperrungen oder sonstige Behinderungen. Nach gemeinsamer Abstimmung wurde außerdem entschieden, dass das Frühlingsfest auf dem Schützenplatz seine Tore erst um 16 Uhr öffnet.

Polizeipräsident Volker Kluwe kündigte daneben einen klaren Kurs der Polizei an: „Wir werden konsequent gegen Störer einschreiten, um allen anderen Zuschauern ein friedliches und spannendes Fußballspiel und den Besuchern der Landeshauptstadt einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen.“

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