Per Schlussspurt zum Sieg: Recken gewinnen in Stuttgart

16. April 2016 @

Die TSV Hannover-Burgdorf hat den ersten doppelten Punktgewinn in 2016 unter Dach und Fach gebracht. Beim TVB 1898 Stuttgart behielten Die Recken mit 21:23 (11:7) die Oberhand. Lange Zeit hatte es nicht gut für die Niedersachsen ausgesehen, die auf das erste Unentschieden bis zur 46. Spielminute, auf die erste Führung sogar bis zur 56. Spielminute warten mussten. Am Ende kämpften sich Die Recken aber per Schlussspurt zum Erfolg und werden mit dem achten Tabellenplatz in der DKB Handball-Bundesliga belohnt.

Martin Ziemer blieb auch in Stuttgart ein sicherer Rückhalt seiner Mannschaft - Foto: JPH/Archiv

Martin Ziemer blieb auch in Stuttgart ein sicherer Rückhalt seiner Mannschaft – Foto: JPH/Archiv

„Ich weiß nicht, ob wir den Sieg heute verdient hatten. Stuttgart hat ein Riesenspiel geliefert und wir haben lange gebraucht, um uns darauf einzustellen. Erst in der zweiten Halbzeit haben wir es dank einer vernünftigen Deckungsleistung geschafft, Stuttgart mehr und mehr unter Druck zu setzen“, schildert Trainer Jens Bürkle seine Eindrücke nach dem Spiel. In der ausverkauften SCHARRena kamen die Niedersachsen nur schwer aus den Startlöchern. In der hitzigen Atmosphäre dauerte es bis zur fünften Spielminute, ehe Mait Patrail der erste Treffer für seine Farben gelang. Bis dahin hatten die Hausherren bereits drei Mal ins Hannoveraner Tor getroffen.

In der Folge gaben die Süddeutschen weiter den Ton an und setzen sich dank einer kompakten Abwehr, mit einem sehr stark haltenden Johannes Bitter dahinter, weiter ab. „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht so gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben“, fasste Geschäftsführer Benjamin Chatton die ersten 30 Minuten zusammen.

Die Recken agierten vor allem im Angriff zu unbeweglich und verpassten es dadurch, sich klare Torchancen zu erarbeiten. Wenn die Niedersachsen dann mal frei vor Bitter auftauchten, behielt der Ex-Nationaltorhüter zumeist die Oberhand. Zwei verworfene Siebenmeter durch Casper U. Mortensen und Lars Lehnhoff standen sinnbildlich für die Abschlussschwäche. Zum Glück steigerte sich die Abwehr der Recken ab Mitte der ersten Halbzeit erheblich und auch Martin Ziemer wurde von Minute zu Minute ein immer schwerer zu überwindender Gegner für die Stuttgarter Angreifer.

So war der 11:7 Halbzeitrückstand aus Sicht der Niedersachsen natürlich suboptimal, aber dank der ordentlichen Deckungsleistung blieben Sven-Sören Christophersen, Rúnar Kárason und Co. zumindest in Schlagweite zum Aufsteiger.

Jens Bürkle fand in der Kabine die reichtigen Worte - Foto: TSV Hannover-Burgdorf/Archiv

Jens Bürkle fand in der Kabine die reichtigen Worte – Foto: TSV Hannover-Burgdorf/Archiv

In der Kabine schien Bürkle die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Schützlinge agierten nun zielstrebiger und konsequenter. Beim 14:13 (39.) hatten Die Recken zum ersten Mal wieder Tuchfühlung hergestellt. Doch nach einer Stuttgarter Auszeit war schnell ein drei Tore Abstand wieder vorhanden. Angetrieben von den lautstarken heimischen Fans legten die Stuttgarter auch nach dem zwischenzeitlichen 17:17 Unentschieden wieder nach. „Die Atmosphäre war überragend in der Halle und hat es uns sehr schwer gemacht, wieder in die Partie zurückzukommen“, lobte Benjamin Chatton die Zuschauer in der SCHARRena.

In den letzten zehn Minuten zeigten Die Recken dann aber zum wiederholten Male ihre Klasse und Kämpferqualitäten. Vier Treffer in Folge gepaart mit einem groß aufspielenden Martin Ziemer sowie einer engagierten 6:0 Deckung brachten nicht nur die Halle zum Schweigen, sondern sorgten auch für die entscheidende Verunsicherung beim TVB 1898 Stuttgart. „Wir hatten noch zwei Mal die Chance auf den Ausgleich, haben diese aber nicht nutzen können“, trauerte Stuttgarts Trainer den verlorenen Punkten hinterher.

Der sechste Treffer vom erfolgreichsten Recken-Angreifer Rúnar Kárason in Unterzahl, denn Csaba Szücs saß auf der Strafbank, und eine weitere Parade von Martin Ziemer brachten den ersten Sieg in 2016 endgültig unter Dach und Fach. „In der zweiten Halbzeit haben wir besser gespielt. Wir haben heute in der entscheidenden Phase auch von der einen oder anderen Alternative mehr auf der Bank profitiert“, beschrieb Benjamin Chatton die Sieggründe aus seiner Sicht.

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