Neuer Wind bei Hannover 96: Geschäftsführer Sport vorgestellt

3. Oktober 2015 @

Am Donnerstag präsentierte der Präsident von Hannover 96, Martin Kind, den neuen Geschäftsführer Sport, Martin Bader, der die Geschäfte ab sofort in der Hand haben wird. Der 71-jährige Kind will sich langfristig aus der Führung der Gesellschaft zurückziehen und nur noch den Vorsitz im Aufsichtsrat halten. Dies hatte er bereits vor einiger Zeit angekündigt, nun legte er noch einmal nach mit der Ankündigung, im kommenden Jahr einen Geschäftsführer Verwaltung einstellen zu wollen. Danach ging er auf den neuen Geschäftsführer Martin Bader ein.

Martin Kind (re.) stellte in der Pressekonferenz den neuen Geschäftsführer Sport, Martin Bader (li.) vor - Foto: JPH

Martin Kind (re.) stellte in der Pressekonferenz den neuen Geschäftsführer Sport, Martin Bader (li.), vor – Foto: JPH

„Wenn sie ab sofort sportliche Fragen haben, wenden Sie sich an Martin Bader“, begann er die Vorstellung des neuen Geschäftsführers Sport von Hannover 96. „Ich beantworte Ihnen gerne die übrigen Fragen“, sagte er zu den bei der Vorstellung anwesenden Pressevertretern. Ziel ist es, mit den neuen Strukturen des Vereins langfristig wettbewerbsfähiger zu werden. Klar ist aber auch, dass dazu ein Klassenerhalt gehört. Den sieht Martin Bader durchaus als erreichbar an, auch wenn er die derzeitige Talfahrt nicht beschönigt und die Analyse bis zur Wintertransferperiode abgeschlossen haben will. „Hannover 96 ist etwas in die Knie gegangen, aber die sportliche Seite können wir sicher noch auffangen“, lautete eine seiner Ansagen zum derzeitigen Tabellenplatz.

Jetzt will er zunächst möglichst schnell den gesamten Bereich von Hannover 96, vom Fan bis zum Scout, kennenlernen, um danach „fundierte Entscheidungen zu treffen“. Dafür hat er sich bereits parallel zu seiner Tätigkeit in Nürnberg mit seinem neuen Verein befasst und unter anderem mit Michael Frontzeck gesprochen. Noch am Donnerstag fuhr er ins Trainingslager Hotel Klosterpforte, um sich dort auch der Mannschaft vorzustellen.

Martin Kind erklärt Martin Bader (re.) Details zur HDI Arena - Foto: JPH

Martin Kind erklärt Martin Bader (re.) Details zur HDI Arena – Foto: JPH

Martin Bader (47) ist am 14. Februar in Hechingen in Baden-Württemberg geboren. Nach dem Abitur dort ging er zunächst für zwei Jahre zur Bundeswehr und wurde dort Reserveoffizier. Im Anschluss studierte er Sportökonomie an der Universität Bayreuth. Er arbeitete Hertha BSC, der UFA/Sportfive und dem 1. FC Nürnberg. Jetzt ist er vertraglich bis 2018 an Hannover 96 gebunden. Seine erste große Aufgabe neben dem Klassenerhalt ist die Auswahl eines Sportdirektors: „Der muss zu 96, der neue Struktur, zu mir und dem Trainer passen“, stellte er die Kriterien vor. Aber zunächst verschafft er sich einen Überblick und setzt dann seine Erkenntnisse in ein Anforderungsprofil für den neuen Mitarbeiter um. „Aber mir geht Sorgfalt vor Tempo“, so seine Devise für den Anfang.

Das die Einstellung des Sportdirektors allein seine Sache sein soll, nickte der Präsident an Ort und Stelle ab. Allerdings kann er sich auch den Wiederaufstieg aus der zweiten Liga vorstellen – im schlimmsten Fall. Dabei war er sich mit seinem Boss Martin Kind dann nicht unbedingt einig. „Wir sind 14 Jahre in der ersten Liga und wir bleiben drin!“ stelle der gleich klar.

Bei den Spielen wird man Bader auf der Bank vergeblich suchen: „Dorthin gehört neben dem Trainer der Sportdirektor, aber nicht ich.“ Einen guten Start in der HDI Arena wird er jedenfalls in einer Beziehung schon einmal haben: Das Spiel gegen Werder Bremen ist ausverkauft. Geht also „nur noch“ um die drei Punkte.

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