Mit neuem Trainer auf Berlin-Reise

8. April 2016 @

SEHNDE-NEWS. Der neue Chef-Coach für die restliche Erstligazeit, Daniel Stendel, macht sich heute auf die Reise in die Hauptstadt, um dort auf den Tabellendritten Hertha BSC Berlin zu treffen. Mit dabei sind 1500 Fans, die sich den Auftritt der veränderten Truppe live im Olympia-Stadion ansehen wollen. Dabei, das kann ihnen schon mit auf den Weg gegeben werden, wurde die Mannschaft grundlegend verändert.

Daniel Stendel wird die Mannschaft neu aufstellen - nach dem Hertha-Spiel - Foto: JPH

Daniel Stendel wird die Mannschaft neu aufstellen – nach dem Hertha-Spiel – Foto: JPH

Zuerst, so deute es sich bereits beim ersten Training an, werden die Nachwuchstalente eine größere Chance bekommen – könnten sie doch das Gerüst sein, auf dem die Zweitligamannschaft sich abstützen könnte. Außerdem hob Stendel darauf auch bei seiner ersten Pressekonferenz vor einem Spiel der Profis ab, als er auf eine diesbezügliche Frage sphinxartig antwortete: „Lassen Sie sich überraschen.“ Zudem verwies er darauf, dass man jetzt für die Zukunft lernen könne – und meinte damit sicher nicht nur sich. Zumal er bestätigte, dass zwischen dem Training der U19 und der Profis kein so großer Unterschied liege.

Den neuen Wind hat einer schon direkt ins Gesicht bekommen: Hugo Almeida, unter Schaaf gekommen als Torjäger, wird in Berlin nicht dabei sein. Auch Allan Saint-Maximin, Felix Klaus und Marius Wolf sollen laut Berichten aufs Abstellgleis bugsiert worden sein. Ob der glücklose Chancentod Adam Szalai im Bus sitzen wird, ist offen. Mit dabei sind dafür sicher die „Neulinge“ Tim Dierßen, Niklas Feierabend, Noah-Joel Sarenren-Bazee und Can Tuna, alle aus dem Bereich von Stendel. Aus dem Profi-Bereich stehen dem Trainer alle Spieler mit Ausnahme der Langzeitverletzten zur Verfügung. Und jeder davon bekommt seinen Worten zufolge bei diesem „Neustart“, also 96-Profis 2.0, eine neue Startchance. Doch „der Kader ist relativ groß, das werden wir nächste Woche überprüfen“. Einige haben jetzt wohl schon verloren: die Ausgeliehenen oder Winterzugänge.

Ziel des heutigen Auftrittes der umgekrempelten Truppe in Berlin ist es laut Trainer, dass die „Mannschaft als Einheit auftritt, Disziplin und Ordnung zeigt und es den Gastgebern schwer macht, Tore zu schießen“. Dazu kann man mit einer Viererkette hinten rechnen, nach vorn soll „agiert“ werden: „Handlungen zeigen, wo der Ball ist, danach richten wir es aus“, so formuliert es Stendel. Zwar beschäftigt er sich mit seinem Team und seinem Spiel, doch für die Analyse der Berliner ist noch Zeit geblieben.

Bei der eigenen Situation hat er aus der Vergangenheit der Profis einen wesentlichen Show-Stopper auch schon ausgemacht: „Die Jungs strotzen nicht gerade vor Selbstbewusstsein.“ Doch das ist ja nicht gerade eine neue Erkenntnis und vor allem keine bahnbrechende, das hatten seine Vorgänger auch schon betont. Aber seinem Gefühl zufolge „will die Mannschaft aktiver und mutiger werden“ – das wollte sie schon unter Frontzeck, aber nun soll’s endlich klappen. „Ich erwarte, dass jeder mehr Verantwortung übernimmt“, sagt der Trainer, zumindest da unterscheidet er sich bislang nicht von Schaaf.

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