Mit Horst Heldt wieder erstklassig? Schicksalsspiel für Stendel?

11. März 2017 @

Stunde „Null“ bei Hannover 96 – so etwa könnte man den heutigen Spieltag der „Roten“ kurz umreißen. War doch Anfang der Woche ein neuer Manager bei Hannover 96 vorgestellt worden und im Stadion eingezogen. Damit haben der Verein und sein Präsident an der Spitze  die Notbremse gezogen und aus der erkennbaren Talfahrt des Teams auf der Autobahn des Wiederaufstiegs die Lehre gezogen: Der U-Turn muss her.

Horst Heldt (mi.) wurde durch Martin Kind (re.) und Gerhard Schröder (li.) ins neue Amt geholt – Foto: JPH

Dafür hat man aber nicht zuerst den Trainer entlassen, was sonst üblich ist, sondern das Management mit Martin Bader und Christian Möckel „freigestellt“, wie Kind betonte. Das hört sich besser an als „entlassen“ und lässt die Option offen, dass die beiden immer noch auf der Poststelle arbeiten könnten. Ob allerdings das eine Job-Garantie für den Trainer Daniel Stendel ist oder er nur später „freigestellt“ wird, hängt ganz sicher maßgeblich vom heutigen Spiel seines Teams gegen die Gäste von der Isar ab.

„Ich habe mit der Mannschaft gesprochen, sie in de Pflicht genommen“ so drückte es Horst Heldt aus. „Jeder ist sich der Bedeutung des Spiels bewusst.“ Und er hebt hervor: „Es ist erst ein Spiel verloren worden zuhause, 96 ist zuhause eine Macht. Die Mannschaft arbeitet fokussiert mit dem Trainerteam, aber gleichzeitig ist auch der Schuss Lockerheit da, der vorhanden sein muss. Man kann nicht nur mit gesenktem Kopf rumgehen.“ Aber sollte die Mannschaft ein miserables Spiel, wie zuletzt gegen Bielefeld und Karlsruhe zeigen, dann ist es mit den schönen Worten auch vorbei. Wie sagte es Kind doch immer? „Dem Ziel des Wiederaufstiegs ordnen wir alles unter.“

Mit 32 000 Besuchern wird das Stadion gefüllt sein – Foto: JPH

Und dann ist es nicht Martin Kind, bei den Ultras ohnehin unbeliebt, der den Wunschtrainer der Tribüne kippt, sondern der neue Manager. Dazu werden heute die Weichen gestellt. Siegt Hannover glanzvoll, könnte Stendel noch etwas bleiben – wird es das zuletzt übliche Gewürge, kommt wohl ein Neuer. Gehandelt werden schon viele, Breitenreiter spukt dabei aus allen Schlüssellöchern der HDI Arena.  Doch der hat, sicher nicht ganz zu Unrecht, nicht die Top-Karten im Spiel – wohl auch Dank Heldt. Dafür stehen andere bereit, als junger Macher wäre da unter anderem André Schubert zu nennen. Mit älteren Coaches hat Hannover ja leider nicht die besten Erfahrungen gemacht.

Wer heute dabei sein möchte, wenn das Team gegen die Münchner aufläuft, und über 90 Minuten aktuell informiert bleiben will, sollte hier den Sehnde-News Liveticker nutzen.

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