Mit einer „schlagkräftigen Truppe“ gegen Hoffenheim

12. Dezember 2015 @

„Ich denke, wir werden eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen“, so begann Cheftrainer Michael Frontzeck von Hannover 96 am Donnerstag die Pressekonferenz auf die Frage nach der Verletztenliste seines Teams. Dann aber setzte er nach: „Aber das interessiert hier sicher auch keinen richtig.“ Damit wehrte er sich gegen die seiner Meinung nach ungerechte Bewertung des Spiels gegen Schalke 04, als er neben den Verletzten auch noch Artur Sobiech nach rund zehn Minuten verletzt verlor.

Michael Frontzeck war mit der Berichterstattung zu seiner Mannschaft nicht zufrieden - Foto: JPH

Michael Frontzeck war mit der Berichterstattung zu seiner Mannschaft nicht zufrieden – Foto: JPH

Allerdings gab es dann doch noch die Informationen zum Lazarett der 96er. So werden definitiv Hiroshi Kiyotake, Artur Sobiech, Uffe Bech und Oliver Sorg nicht dabei sein, bei Felix Klaus und Leon Andreasen entscheide sich das nach Ende der nächsten Trainingseinheiten. So biete sich wohl die Chance für Alain Saint-Maximin, der Sobiech schon „auf Schalke“ ersetzt Hatte. Doch er ist möglicherweise nicht erste Wahl des Trainers: „Alain hat es gegen Schalke gut gemacht. Aber in der Abwehrarbeit hat er noch Defizite. Das ist aber für einen 18-Jährigen nicht ungewöhnlich.“ Dadurch sieht es eher nach einem Einsatz von Mevlut Erdinc aus, denn auch Charlison Benshop ist noch nicht auf der Höhe seiner Schaffenskraft. „Ich setze nur Spieler ein, die 100 Prozent fit sind“, so Frontzeck.

Denn vom Spiel hängt viel ab. Derzeit trennen die Hoffenheimer nur vier Punkte von Hannover, und dass Hannover auch nur einen Punkt gegen die Bayern, den letzten Gegner der Hinrunde, holt, glaubt außer Frontzeck selbst der Präsident von Hannover 96, Martin Kind, nicht. Frontzeck gibt zu, dass die derzeitige Tabellensituation der Kraichgauer nicht der Zusammensetzung des Kaders der Hoffenheimer entspricht. Und das sieht auch deren neuer Trainer Huub Stevens so, der unbedingt gegen Hannover den ersten Heimsieg einfahren will. „Es wird ein Nervenspiel“, stellt daher Frontzeck fest. „Das wird nicht so, wie die letzten Spiele. Es ist für beide ein zu wichtiges Spiel. Wichtig ist, dass wir unser Spiel durchbringen.“

Das war es eigentlich auch schon bei den Partien gegen Mönchengladbach und Schalke und klappte nur gegen Ingolstadt. So bleibt abzuwarten, was die Hoffenheimer im eigenen Stadion zulassen werden und welches Rezept die Roten dagegen haben. Funktionieren soll es jedenfalls, geht es nach Michael Frontzeck: „Die Mannschaft weiß, was man tun muss, um Bundesligaspiele zu gewinnen.“ Dann sollte sie sich dieses Mal rechtzeitig auf dem Platz daran erinnern.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.