Mission Klassenerhalt begann mit Bauchklatscher

29. Januar 2016 @

Eigentlich sollte mit dem neuen Trainer Thomas Schaaf und den neuen Spielern alles besser werden. Das sah am Ende der ersten Halbzeit trotz eines Patzers in der Abwehr, mal wieder, könnte man sagen, auch noch gut aus. Viel Spieldrang nach vorn, mit Hoffmann, Almeida und Szalai waren drei Neue dabei und mit Sane im offensiven Mittelfeld: So kamen neue Ideen mit Schaaf ins Spiel. Allgemeiner Konsens war dann auch, dass trotz des 1:1 zur Pause endlich mal wieder Fußball in der HDI Arena gespielt wurde.

Die Mannschaft vergeigte den Start vom neuen Coach Thomas Schaaf - Foto: JPH/Archiv

Die Mannschaft vergeigte den Start vom neuen Coach Thomas Schaaf – Foto: JPH/Archiv

Dass sich sofort eine Brillanz entwickeln könne, vor diesen Erwartungen hatte Schaaf bereits beim Medienlunch vergangenen Mittwoch gewarnt. Doch die Leistung in den ersten 45 Minuten ließ niemanden im Stadion daran zweifeln, dass man es in der zweiten Halbzeit wohl richten werde.

Als dann jedoch der manchmal in der zweiten Hälfte unverständlich agierende Schiri Aytekin die Partie wieder anpfiff, war es, als hätte jeder in der Arena ein Déjà-vu: Darmstadt machte das Spiel, Hannover hatte eine ungeordnete Abwehr und folgerichtig fiel nach nur zwei Minuten das zweite Tor – für die Gäste. Zweimal Wagner gegen einmal Almeida. Nun verwalteten die Darmstädter das Ergebnis mit allen Mitteln, Rausch sah wegen zu langsamen Rausgehens beim Wechsel sogar gelb, und die Hausherren schafften es nicht, mit drei Spielern vor dem Tor den Ball in selbigem unterzubringen. Schaaf bezeichnete das anschließend als fehlende Traute und Weiterschieben von Verantwortung.

Zusehends war Sane mit der neuen Rolle überfordert, die Abspielfehler erreichten das frühere Niveau und die Ideen endeten entweder an der Strafraumgrenze oder in flachen Flanken. Wenn die denn kamen, weil die Bindung des Spiels von hinten nach vorn nicht mehr klappte. Wieder einmal fehlten die Kräfte, die Almeida und Szalai versorgten. Auch die Einwechselungen von Saint-Maximin und Sobiech brachten nichts mehr. Es wurde nichts Zählbares mehr herausgeholt, obwohl Chancen da waren – beispielweise für Almeida (Lattenkreuz). So blieb es bei der Heimniederlage und dem Fehlstart in die Rückrunde.

„Wir waren gut ins Spiel gekommen“, so Schaaf nach dem Schlusspfiff, „aber sind dann in der zweiten Halbzeit wieder in die alten Muster zurückgefallen. Auch in der Verteidigung wolle keiner Verantwortung übernehmen und hat den Angreifer einfach weitergeschoben.“ Und so freute sich ein glücklicher Dirk Schuster nach dem Spiel über die drei mehr oder weniger unerwarteten Punkte und konnte genau das Feststellen, was eigentlich die Hausherren hatten sagen wollten: „Ein guter Start in die Rückrunde.“ Mit nunmehr vier Punkten Abstand auf Platz 16 steht das Team auf Platz 18 der Tabelle – es kann also nur aufwärts gehen.

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