Mainz ist ein kleines „Tollhaus“

29. August 2015 @

Als „kleines Tollhaus“ hat der hannoversche Trainer Michael Frontzeck die Mainzer Coface Arena bezeichnet, in der seine Mannschaft heute gegen das Team von Trainer Martin Schmidt im 3. Spiel der Saison antritt. Dabei blickt er noch nicht auf einen erfolgreichen saisonstart zurück: Ein Unentschieden und eine Heimniederlage erbrachten bislang einen Punkt und den 12. Tabellenplatz. Das soll gegen Mainz aufpoliert werden, so die Absicht der Roten.

Cheftrainer Michael Frontzeck bestätigt, dass es im hannoverschen Angriff noch Probleme gibt - Foto: JPH

Cheftrainer Michael Frontzeck bestätigt, dass es im hannoverschen Angriff noch Probleme gibt – Foto: JPH

„Wir werden auf eine ausgesprochen disziplinierte Mannschaft treffen“, so der hannoversche Trainer, „die aber schwach zuhause gegen Ingolstadt gespielt hat und stark auswärts gegen Gladbach.“ Damit hat Mainz immerhin drei Punkte mehr als die Gäste von der Leine. Das soll sich nun gegen Mainz ändern, wenn es denn geht. Optimismus ist für zwei Spiele da, ob die Realität dabei mithält bleibt abzuwarten. Zunächst fehlt Mevlüt Erdinc aus, Uffe Bech „rückt an die Mannschaft ran“, so Frontzeck. Die Defensive, die bislang die stabilste Leistung bei den 96ern abgeliefert hat, könnte mit ihm eine Verstärkung erfahren. Nach vorn allerdings ist nach dem definitiven „Aus“ für noch eine Verpflichtung noch viel Luft nach oben. „Ich will das seriös machen und nichts übers Knie brechen“, sagte Frontzeck dazu. Mit elf Abgängen und sieben Neuzugängen sehe das Team anders aus und man brauche Zeit, sich zu finden. „Ich werde das über die kommende Zeit beobachten und sehen, was die Mannschaft noch braucht – und dann im Winter reagieren“, so der Trainer.

Vorn dürften daher wieder die üblichen Verdächtigen stehen mit Karaman, Prib und wieder Klaus. Dazu vom Start an Charlison Benshop, der Erdinc ersetzen dürfte. Dazu dürften im Mittelfeld wieder Sane und Schmiedebach auflaufen und die Abwehr bilden neben Zieler Schulz, Marcelo, Sorg und Sakai. Letzterer könnte auch für Bech später seinen Platz aufgeben.

Aber Frontzeck sieht das kommende Spiel nicht als „Knotenlöser“, denn das sei keine Frage eines Spieles, sondern ein längerer Prozess. „Wir bekommen das defensiv schon ganz ordentlich hin, aber das Spiel nach vorn muss noch geübt werden“, so seine Aussage dazu. Die Statistik sieht es so: In Mainz gewann Hannover seit vier Jahren nicht mehr, holte allerdings zwei Unentschieden. Vielleicht wird es ja auch der Tag von Artur Sobiech, denn der traf in sechs Spielen gegen die Mainzer drei Mal. Dafür müsste er aber wohl erst einmal eingewechselt werden.

Rund 600 Hannoveraner Fans werden die Mannschaft begleiten, aber vor Ort gibt es noch genügend Karten. Sie werden sich überzeugen können, ob Hannover im „Tollhaus“ bestehen kann oder ob die Mannschaft selbst einem solchen gleicht.

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