Ist das Derby ein Schlüsselspiel?

15. April 2017 @

Nun geht es für Hannover 96 in die Schlusskurve, das Unentschieden von Würzburg hat dem Derby zusätzliche Brisanz verliehen. Derzeit steht sowohl Braunschweig vor den Roten wie auch Stuttgart und wenn Hannover 96 den Anschluss, und damit die Option auf einen der ersten beiden Plätze, behalten will, darf es heute weder eine Niederlage noch ein Unentschieden geben. Der Sieger kann nur Hannover 96 heißen, soll man die Träume, aus eigener Kraft aufzusteigen, nicht vorzeitig begraben.

Das Derby ist keine Schlüsselspiel, so Andre Breitenreiter – Foto: JPH

Zwar hören wir in den Gesprächen vor den Spielen immer wieder, es sind noch eine Anzahl von „X“ Punkten zu vergeben, doch erstens ist „X“ eine endliche Zahl und zweitens auch für Stuttgart, Braunschwieg und Union zutreffend. Und jeder einzelne, der von „X“ abzuziehen ist, bringt die Mannschaft von Andre Breitenreiter weiter nach hinten. Allerdings – und das sei hier auch einmal klar angemerkt – werden die Punkte auf dem Platz erkämpft und nicht in einer Fankurve oder in den Straßen Hannovers vor und nach dem Spiel. Das gefällt weder der Mannschaft noch den echten Fans.

Für das Derby heute um 13 Uhr gibt es keine Karten mehr. Mit 42 700 Besuchern ist die HDI Arena ausverkauft, denn zwischen Roten und Blau-Gelben sind Sicherheitsblöcke eingezogen. Karten an den Kassen gibt es nicht mehr, die Stadiontore öffnen wegen der aufwendigen Sicherheitskontrollen bereits um 10.30 Uhr. Parkplätze stehen auf dem Schützenplatz und rund um die Arena nicht zur Verfügung, daher ist die Anreise mit dem ÖPNV dringend angeraten.

Dem hannoverschen Trainer stehen bis auf Sarenren-Bazee alle Spieler zur Verfügung. Er hat sich für Tschauner, Albornoz, Sané, Bakalorz, Prib, Schmiedebach, Sobiech, Maier, Klaus, Harnik, Fossum, Hübner, Felipe, Füllkrug, Sorg, Karaman, Sahin-Radlinger und Anton entschieden. Damit ist Maier wieder dabei und für Uffe Bech ins Aufgebot gekommen.

Für das Spiel heute hat man an der Eröffnung gearbeitet, am Freilaufverhalten und der Passgenauigkeit. Und die Stärken und Schwächen der Gäste analysiert – wobei es gilt, die letzteren Auszunutzen. „Aber“, so Manager Horst Heldt, „darf man sich nicht nur auf den Gegner konzentrieren, sondern muss auch das eigene Spiel im Auge behalten.“

Manager Horst Heldt hofft auf einen Derby-Sieg seiner Mannschaft – Foto: JPH

Auch wenn Breitenreiter den Begriff des „Schlüsselspiels“ in der Pressekonferenz für das Derby mit dem Hinweis auf die übrigen möglichen zu erkämpfenden Punkte zurückgewiesen hat, ist es doch genau das geworden. Letztendlich aus eigener Schuld – denn das Unentschieden von Würzburg war nicht ausreichend. So sagt der Trainer selbst: „Wir haben am Samstag die Möglichkeit, unseren Nachbarn zu überholen, um auch wieder den direkten Aufstiegsplatz einzunehmen. Dafür gilt es, alles auf den Platz bringen und den Gegner zu besiegen.“  Und fügte später bezüglich des erforderlichen Sieges hinzu: “ Wir wollen dieses Spiel unbedingt zuhause gewinnen. Für uns, um in der Tabelle auf den direkten Aufstiegsplatz zu gehen.“

Das allerdings ist seit 19 Jahren nicht mehr gelungen, aber in Braunschweig beim Hinspiel war es immerhin schon ein 2:2 gewesen, dass die Hannoveraner erkämpfen konnten. Heute aber und in der derzeitigen Tabellensituation verschafft man sich nur Luft nach hinten und gewinnt Abstand, wenn man derartige „sechs Punkte Spiele“ gewinnt.

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