High Noon in der HDI Arena

1. April 2017 @

High Noon in der HDI Arena – auch wenn die Uhrzeit nicht ganz stimmt. Aber die Spannung ist mindestens genauso hoch wie bei dem Western-Klassiker, obwohl das eher ein „Ostler“ ist. Hannover 96 trifft auf FC Union Berlin, den amtierenden Spitzenreiter, der die Position besetzt, die Hannover eigentlich für sich reserviert hatte. Dann aber schlug die Härte der 2. Liga zu und Hannover steht mit 45 Punkten auf Platz 4, die Mannschaften davor heißen Braunschweig, Stuttgart und Berlin. Also bleibt den Hannoveranern, ebenso wie damals Garry Cooper, nichts anderes übrig, als die Partie zu gewinnen. Das ist ein typisches Sechs-Punkte-Spiel, denn gewinnt Berlin, beträgt der Abstand schon sieben Punkte auf Platz 1.

„Ein wichtiges Spiel für uns – aber kein Endspiel“, so Trainer Andre Breitenreiter – Foto: JPH

Zwar betonen Trainer und Manager Horst Heldt immer wieder tibetanisch, dass noch 24 Punkte zu vergeben seien, doch dass die alle auf das hannoversche Konto wandern, wagen auch die härtesten Optimisten zu bezweifeln. Außerdem müssen vor allem die direkten Aufstiegskonkurrenten, die alle noch nach Hannover kommen, dabei geschlagen werden. Beginnend am Sonnabend.

Mit neuem Trainer, Leichtigkeit und der Gewissheit des Sieges beim Verlassen des Einlauftunnels soll es morgen losgehen. Nun hat Breitenreiter mit Noah-Joel Sarenren-Bazee auch nur einen Ausfall zu kompensieren, Bakalorz, Bech, Klaus , Karaman, selbst Felipe und Charlison Benshop sind zurück im Mannschaftstraining. Also steht dem Wunsch, die beste Mannschaft aus dem teuersten Kader der Roten auf den Platz zu bringen, nichts mehr im Weg. Ausgewählt hat der Trainer daraus Tschauner, Albornoz, Sane, Prib, Schmiedebach, Sobiech, Maier, Klaus, Harnik, Bech, Hübner, Felipe, Füllkrug, Sorg, Karaman, Sahin-Radlinger und Anton.

„Jeder Trainer hat großen Anteil am Erfolg“, setzt Horst Heldt den Coach unter Zugzwang – Foto: JPH

Doch der Gegner ist „unter Trainer Keller erstarkt und zu einem echten homogenen Team gereift, das eine tolle Rückrunde hingelegt hat“, bewertet Breitenreiter die Berliner. Sie haben von den letzten acht Spielen sieben gewonnen und 14 Tore erzielt. Sie schalten schnell um, spielen gutes Pressing und sind diszipliniert. „Wir müssen unsere Top-Leistung dagegen bringen und alles umsetzen, was wir einstudiert haben“, erklärt der Trainer die Taktik. „Wir wollen reingehen und den Sieg holen. Doch es wird kein Selbstläufer.“ Deshalb habe man nach Rückkehr der Länderspiel-Abstellungen einen Crashkurs hingelegt und eine gemeinsame Strategie für heute erarbeitet.

Das wollen immerhin 49 000 Zuschauer sehen, womit das Stadion schon seit Tagen ausverkauft ist. Diejenigen, die keine Karten mehr bekommen konnten, haben die Möglichkeit, den SN-Liveticker  zu verfolgen und damit auf dem Laufenden zu bleiben.

 

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