Hannover ohne Harnik gegen Dortmund – und ohne Chance?

28. Oktober 2017 @

Die Mannschaft von Trainer Andre Breitenreiter steht vor ihrer ersten „echten“ Bewährungsprobe mit dem heutigen Gast, der Borussia aus Dortmund. Dabei wird der Coach der Roten allerdings auf Martin Harnik verzichten müssen, der mit Fieber und Schüttelfrost das Bett hütet. Mit dem Team aus Nordrhein-Westfalen kommt der erste dicke Prüfstein auf den bislang gut gestarteten Aufsteiger in die HDI Arena zu. Entsprechend verhalten ist auch der Optimismus des Trainers.

Martin Harnik fällt krankheitsbedingt aus – Foto: JPH

„Dortmund hat eine brutal hohe Qualität“, sagte Breitenreiter am Freitag in der Pressekonferenz und umreißt damit genau das, was das in der Championsleague unerklärlich strauchelnde Team von Trainer Peter Bosz auszeichnet. „Wir freuen uns auf den Top-Gegner, brauchen aber einen Sahnetag, um zu punkten.“ Damit ist sicher auch gemeint, dass ein Unentschieden gegen den Tabellenführer schon ein Erfolg wäre – falls der denn bereit wäre, sich mit seiner hoch stehenden exzellenten Abwehr durch die Roten überraschen zu lassen. Und gegen den eine gut funktionierende eigene Abwehr zwingende Voraussetzung ist, um bestehen zu können. Dabei wird der in Wolfsburg schwache Albornoz und auch wohl Oliver Sorg wieder auf die Bank oder die Tribüne verbannt werden müssen und Korb und Ostrzolek neben Anton und Sané auflaufen. Nach vorn dürfte es dem Ausfall von Harnik geschuldet mit Füllkrug und Jonathas losgehen, während das Mittelfeld aus Schwegler und Bakalorz gebildet wird. Die Offensive verstärken werden dann sicher Klaus und Bebou, wobei letzterer sicher eine Kohle drauflegen und seine Schnelligkeit gegen die Gäste unter Beweis stellen sollte.

Das Tor bekommt Tschauner wieder übergeben, der in Wolfsburg von Esser ersetzt wurde. Und dann der 12. Mann – auf den setzt Breitenreiter -, der sich gegenüber Wolfsburg und Augsburg sicher noch steigern sollte und den Roten in kritischen Phasen die zweite Luft einhauchen müsste. Ob das dann ausreicht, um gegen eine europäische Top-Mannschaft zu bestehen, wird der Spielverlauf zeigen. Denn immerhin, so das übliche Credo, ist Hannover der Aufsteiger, der sich „nur“ in der Klasse behaupten und nicht absteigen will. Dabei wäre ein Punkt gegen die „Wespen“ aus die Bierstadt sicher schon ein Erfolg. 8000 mitreisende Dortmund-Fans werden das allerdings anders sehen.

Die vermutliche Aufstellung von Hannover 96 dürfte so aussehen: Tschauner, Korb, Anton, Sané, Ostrzolek, Schwegler, Bakalorz, Bebou, Klaus, Füllkrug, Jonathas.

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