Hannover 96 unterliegt den Wolfsburgern mit 0:4

3. März 2016 @

SEHNDE-NEWS. In einem zunächst gut begonnenem Heimspiel unterliegt Hannover 96 zuhause dem VfL Wolfsburg mit 0:4 und schafft es damit nicht, nach oben Anschluss zu gewinnen. Damit taumelt die Mannschaft von Thomas Schaaf weiter in Richtung zweite Liga. Der in Wolfsburg zuletzt in Zweifel gezogene Andre Schürrle wurde dabei sogar aufgebaut, indem ihm der Gastgeber ermöglichte, einen Dreierpack zu erzielen; Julian Draxler steuerte das 4. Tor bei. Bei Hannover zeichnete sich nur einmal mehr Ron-Robert Zieler aus.

Dieter Hecking sah nur die ersten 20 Minuten eine starken Gegner - Foto: JPH

Dieter Hecking sah nur die ersten 20 Minuten eine starken Gegner – Foto: JPH

Nachdem zunächst die Wolfsburger Fans mit zwei Leuchtpatronen auf die hannoversche Bank gezielt und dorthin getroffen hatten, sowie mehrere Pyros im Block gezündet wurden, stand noch vor dem Beginn das Spiel unter einem schlechten Start. Und tatsächlich: Nach 36 Minuten war wieder alles beim alten, die Spielweise, der Kampf und die drei Punkte von Stuttgart waren vergessen, das Team der Gastgeber erneut vollkommen konfus, je näher das Tor der Wolfburger kam.

Hannover konnte den Ball zwar nach vorn, aber dort nicht unterbringen, nachdem man mit den Gästen nach Anpfiff zunächst gut mitgehalten hatte. Dann aber erzielte Wolfsburg mit Schürrle das 1:0 und alles lief ab wie immer. Die Hausherren waren nicht in der Lage, den Rückstand wegzustecken, und wie in Stuttgart zurückzukommen, sondern rannten mit vielen guten Ansätzen gegen das Tor der Gäste an – ohne ab Strafraumgrenze effektiv zu arbeiten. Danach bröckelte die Mannschaft und an allen Ecken und Enden schlichen sich wieder Unsicherheit und Fehler ein.

Zwar brachte Schaaf, der Sobiech nicht mal auf der Bank hatte, noch zur Halbzeit mit Adam Szalai für Hoffmann einen „echten“ Mittelstürmer, doch auch damit und mit der Hereinnahme von Klaus für Wolf ergab sich keine Steigerung der Leistungen. Die Abwehr machte es den Gästen zudem leicht, das Ergebnis aus der ersten Halbzeit um drei weitere Zähler zu steigern. Da Hoffenheim am Mittwoch zuhause punktete, wurde sogar der Abstand zum Tabellenvorletzten mit nunmehr vier Punkten größer. Der Silberstreif am Horizont, der sich in Stuttgart durch viel Dunkel abzeichnete, war wohl eher das Schlusslicht der davonziehenden Hoffenheimer.

Thomas Schaaf lobte die Fans, aber verstand die Leistung seiner Mannschaft nicht - Foto: JPH

Thomas Schaaf lobte die Fans, aber verstand die Leistung seiner Mannschaft nicht – Foto: JPH

So fasste es auch Gästetrainer Dieter Hecking nach Spielende zusammen: „Die ersten 15 bis 20 Minuten haben uns vor Probleme gestellt.“ Über die Zeit danach sagte er nur: „Wir hätten das eine oder andere Tor mehr machen können.“ Der Cheftrainer der Roten gab nach Spielende lediglich ein Kompliment an die Fans, die über 90 Minuten ihre Leistungen brachten.

Er bestätigte danach den alten Fehler, dass seine Mannschaft den Weg nach vorn sucht, ohne dort aber auf das Tor zu gehen und den Abschluss zu suchen. „Die Laufleistung des Teams“, so Schaaf, „war mit 126 Kilometern besser als die der Wolfsburger, aber wir haben damit nicht das richtige gemacht.“ Mit zunehmender Spieldauer hat sein Team immer schneller den Ball verloren und bei den vier Toren „waren wir in der Nähe“. Das Schlusswort trifft den Nagel auf den Kopf, wie so oft bei Schaaf: „Es ist ärgerlich, dass bei dem Einsatz wieder nix rausgekommen ist.“ Und Bremen als nächster Gegner bewegt sich gerade vom Relegationsplatz weg – da kommt ihnen wohl Hannover gerade recht?!

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