EM-Viertelfinale: Wie viele Gäste jubeln eigentlich in den Umland-Kommunen?

2. Juli 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Acht Nationen fiebern in diesen Tagen beim EM-Viertelfinale besonders mit. Und nicht nur beim Deutschland-Spiel am Sonnabend werden in der Region Hannover die Daumen gedrückt. Das Team Statistik der Region Hannover hat die Viertelfinal-Gegner unter die Lupe genommen und verrät, in welcher der 20 Kommunen im Umland zu welchem Termin besonders mitgebangt und gejubelt wird.

Das Runde muss ins Eckige - egal von welcher Nation - Foto: JPH

Das Runde muss ins Eckige – egal von welcher Nation – Foto: JPH

Alle verbliebenen acht Nationalitäten sind in der Region Hannover anzutreffen. Die größte Gruppe stellen – naheliegenderweise – die deutschen Staatsbürger. 568 230 Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft haben am 31. März 2016 ihren Erstwohnsitz in der Region Hannover, immer ohne Landeshauptstadt Hannover. Die kleinste Gruppe der Viertelfinalteilnehmer bilden die 25 Isländer.

Insgesamt gibt es im Kreis der deutschen Bevölkerung 30 643 Personen mit einem Migrationshintergrund, dessen Bezugsland eines der sieben weiteren Viertelfinalmannschaften ist. 11 142 Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit besitzen eine erste Staatsangehörigkeit aus einem der sieben anderen Länder.

Menschen mit polnischer Staatsangehörigkeit stellen insgesamt die zweitgrößte ausländische Bevölkerungsgruppe im Umland: 10 166 Menschen mit polnischem Pass haben ihren Hauptwohnsitz in einer der 20 Städte und Gemeinden. In allen 20 Städten und Gemeinden im Umland der Region Hannover leben Polen. Die meisten davon sind in Garbsen heimisch. Mit 3898 Einwohnern werden 6,2 Prozent in der nach der Landeshauptstadt Hannover zweitgrößten Stadt der Region mutmaßlich zu den Weiß-Roten halten.

Die Gruppe der Portugiesen ist demgegenüber deutlich geringer. Mit 76 Personen leben die meisten der insgesamt 410 Portugiesen der Region Hannover ebenfalls in Garbsen. Die meisten Zuzüge aus Portugal in die Region Hannover erfolgten 2015 in die Stadt Langenhagen. Zwei Personen im Umland werden in jedem Fall zugleich gewinnen und verlieren. Als Bürger beider Staaten erleben sie zugleich das Ausscheiden ihres einen und den Einzug ins Halbfinale ihres anderen Landes.

Wales besitzt keine eigene Staatsangehörigkeit, sondern ist Teil des Vereinigten Königreichs. Teilt man die Zahl der Einwohner des Landes durch die Gesamteinwohnerzahl des Vereinigten Königreichs und multipliziert diese mit den insgesamt 1447 Staatsangehörigen des Vereinigten Königreichs, die in der Region Hannover ihren Hauptwohnsitz haben, so kann man grob abschätzen, dass mutmaßlich 70 Waliserinnen und Waliser in der Region Hannover wohnen. Die meisten Briten leben dabei in Wunstorf.

Am Ende bleiben nur noch vier Nationen davon übrig - Foto: JPH

Am Ende bleiben nur noch vier Nationen davon übrig – Foto: JPH

Mit belgischer Staatsangehörigen haben unterdessen 145 Menschen ihren Hauptwohnsitz in den Umlandkommunen der Region Hannover gewählt. Alle 20 Städte und Gemeinden werden von Belgiern besiedelt. Deren Hochburg im Umland stellt dabei die Wedemark dar. 18 haben ihren Hauptwohnwohnsitz dort genommen. Die meisten Zuzüge in die Umlandkommunen aus Belgien hat es 2015 nach Lehrte gegeben. Eine Person besitzt in der Region sowohl die belgische als auch die britische Staatsangehörigkeit. Sofern es sich um einen Waliser handelt, ist auch für diese Person das Halbfinale bereits sicher, aber auch das Ausscheiden gewiss.

Die meisten innerörtlichen Umzüge von Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit und ohne Migrationshintergrund hat es 2015 im Umland in der Stadt Neustadt am Rübenberge gegeben. Dort werden sich also mutmaßlich die meisten auf neue Nachbarn beim Fußballschauen einstellen müssen. Denn nach den Polen stellt von den im Turnier verbliebenen ausländischen Nationen Italien die größte Bevölkerungsgruppe in der Region Hannover. 3850 Italiener haben in den 20 Städten und Gemeinden des Umlands der Landeshauptstadt Hannover ihren Hauptwohnsitz gewählt. Die meisten Italiener sind dabei in Burgdorf ansässig. 499 Hauptwohnsitzinhaber dürften es am Sonnabend mit der Squadra Azzura halten, sofern sie nicht zu der Gruppe der Deutsch-Italiener gehören, die im Umland ebenfalls groß ist.

Die meisten der 737 Franzosen in der Region Hannover leben zwar nicht in Pattensen, gemessen an der Gesamtbevölkerung der Stadt ist die dortige Community aber die größte des Umlands. Die dort ansässigen 33 französischen Staatsangehörigen stellen 0,22 Prozent der Bevölkerung. Die zahlenmäßig größte Gruppe lebt in Garbsen (75 Personen). Die meisten Zuzüge aus Frankreich hatte 2015 die Gemeinde Isernhagen zu vermelden.

Hochburg der 25 Isländer im Umland ist Burgdorf. Immerhin fünf haben dort ihren Hauptwohnsitz genommen. Während in allen Städten und Gemeinden der Region Hannover Franzosen leben, trifft man auf Isländer nur in neun der 20 Städte und Gemeinden des Umlands. Unabhängig davon dürfte aber überall gejubelt werden, wenn Deutschland die nächste Runde erreicht.

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