Ein Start-Zielsieg: Die Recken gewinnen beim TBV Lemgo

24. November 2017 @

Die TSV Hannover-Burgdorf hat ihre Erfolgsserie auch beim TBV Lemgo fortgesetzt. Die Recken gewannen in Ostwestfalen mit 29:27 (15:11) und sind damit seit fünf Ligaspielen ungeschlagen. „In Lemgo zu gewinnen ist nicht einfach und deshalb freuen wir uns, dass wir die zwei Punkte mit nach Hause nehmen“, sagte Trainer Carlos Ortega. Durch den zehnten Saisonsieg verbessern sich Die Recken auf den dritten Tabellenplatz und befinden sich dadurch weiter in hervorragender Ausgangssituation.

Kai Häfner war schließlich der Impulsgeber – Foto: JPH/Archiv

Vor dem Spiel mussten die Niedersachsen allerdings erst mal einen Rückschlag hinnehmen, denn Fabian Böhm verletzte sich im Training am Daumen der Wurfhand und stand somit nicht im Recken-Kader. Wenig verwunderlich war es daher, dass Ortega zunächst mit Mait Patrail im Rückraum agierte.

Die Recken gaben in der gut gefüllten Lipperlandhalle von Beginn an den Ton an. Casper Mortensen, Morten Olsen, Kai Häfner und Mait Patrail sorgten für die schnelle 6:2 Führung. Vor allem in der Abwehr knüpften die Niedersachsen nahtlos an die Vorstellungen der letzten Wochen an, denn Lemgo tat sich gegen die bewegliche und sehr agile Recken-Deckung schwer. Die Gastgeber brauchten dagegen rund 20 Minuten, ehe sie allmählich Fahrt aufnahmen, was vor allem aber auch an der nun höheren Fehleranzahl der Recken lag, die es dem TBV Lemgo ermöglichte, zu einfachen Toren über den Schnellangriff zu kommen. So mussten die Niedersachsen beim 9:9 das erste Unentschieden hinnehmen.

In der Folge agierten Die Recken aber cool und setzten nach der 12:11 Führung bis zur Halbzeit die nächste Duftmarke. Torge Johannsen, Casper Mortensen und Rúnar Kárason sorgten, unterstützt von mehreren Paraden von Torhüter Martin Ziemer, für einen 15:11 Vorsprung. „In der Phase vor der Halbzeit machen wir ein paar Fehler zu viel, daraus müssen wir lernen“, analysierte TBV-Trainer Florian Kehrmann.

Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich zunächst das gleiche Bild, denn erneut hatten Die Recken dank ihrer Protagonisten Olsen, Mortensen und Ilija Brozovic den besseren Start. Beim 21:13 (39.) durch Kapitän Häfner betrug der Vorsprung erstmalig acht Tore. Doch in der Folge steigerten sich die Gastgeber erneut, vor allem der eingewechselte Dominik Ebner bereitete der Recken-Abwehr ein wenig Kopfzerbrechen. Doch immer, wenn die Hausherren etwas Oberwasser bekamen und der Vorsprung noch weiter zu bröckeln drohte, setzten Die Recken entscheidende Nadelstiche. Vor allem Ilija Brozovic war am gegnerischen Kreis überhaupt nicht in den Griff zu bekommen. Zudem stand die Deckung auch weiterhin weitestgehend stabil, so dass Lemgo aus dem aufgebauten Angriff sehr hart für die eigenen Tore arbeiten musste.

Die Recken bleiben vorn dran – Logo: TSV Hannover-Burgdorf

Trotzdem geriet der Sieg der Recken beim 28:26 noch einmal kurz in Gefahr, doch Kapitän Häfner übernahm im nächsten Angriff die Verantwortung und machte mit seinem fünften Treffer zum 29:26 endgültig den Deckel drauf. „Ich bin etwas unzufrieden damit, dass wir nach 40 Minuten schon gedacht haben, dass wir das Spiel gewonnen haben“, vermisste Trainer Ortega in der Schlussphase die nötige Konzentration bei seinem Team. „Wir wollen Spiele über 60 Minuten auf einem hohen Niveau bestreiten und das ist uns heute nicht gelungen. Das gefällt mir nicht“, legte auch Geschäftsführer Benjamin Chatton den Finger in die Wunde. Trotz einiger Nachlässigkeiten überwog im Lager der Niedersachsen aber die Freude über den zehnten Saisonsieg. „Wir sind stolz, dass wir die zwei Punkte haben. Wir haben nie zurückgelegen und deshalb ist der Erfolg auch verdient“, stellte Casper Mortensen heraus.

Statistik
TBV Lemgo vs. Die Recken 27:29 (11:15)
TBV Lemgo: Wyszomirski, Johannesson; Kogut (1), Guardiola, Ebner (5), van Olphen (3), Theuerkauf (2), Hornke (5/2), Hübscher (5), Suton, (3), Zerbe, Lemke, Bartok, Valiullin, Klimek (3).
Die Recken: Ziemer, Semisch; Johannsen (2), Mortensen (8/4), Patrail (1), Thiele, Pevnov, Lehnhoff, Häfner (5), Kárason (2), Olsen (7), Brozovic (4), Diebel, Kalafut, Christophersen, Kastening.
Siebenmeter: 2/2 – 4/4
Strafminuten: 8:8
Schiedsrichter: Hanspeter Brodbeck / Simon Reich
Zuschauer: 3685

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