„Ein Schlüsselspiel“: Recken gastieren beim TBV Lemgo

23. November 2017 @

Die Reise ist kurz, die Aufgabe aber alles andere als einfach: Die TSV Hannover-Burgdorf wird am Donnerstagabend ab 19 Uhr (live bei Sky Sport 7) vom TBV Lemgo vor eine echte Bewährungsprobe gestellt. Die Ostwestfalen spielen bislang eine sehr ordentliche Saison und sind vor allem in der heimischen Lipperlandhalle nur schwer zu knacken.

Mait Patrail spielte schon mal in Lemgo – Foto: TSV Hannover-Burgdorf

Lediglich die Rhein-Neckar Löwen konnten bislang zwei Punkte aus lemgo mitnehmen und die Hausherren überwinden. „Das wird ein Schlüsselspiel für uns. Die Partie in Lemgo gehört bis zum Ende der Hinrunde zu den kompliziertesten Aufgaben“, schätzt Trainer Carlos Ortega die Ausgangslage vor der Begegnung als unangenehm ein.

Eine Kostprobe vom Können des TBV Lemgo erhielten Die Recken in der Sommervorbereitung, als man im Finale des Casino-Merkur-Spielothek-Cup die unterlegene Mannschaft war. „Lemgo stellt eine gute und kompakte Abwehr und macht vor allem vor heimischem Publikum sehr viel Tempo nach vorne, so dass wir einmal mehr eine schnelle Rückzugsbewegung benötigen“, erklärt Ortega. Ebenfalls Respekt vor der Aufgabe in Ostwestfalen hat Mait Patrail, der in der Saison 2011 für den TBV Lemgo spielte. „Lemgo hat in diesem Jahr bereits bewiesen, dass sie sehr guten Mannschaften, wie beispielsweise Melsungen, ein Bein stellen können. Sollten wir das Spiel gewinnen, wäre das meiner Meinung nach ein ganz wichtiger Schritt für uns.“

Carlos Ortega sieht die Partie als Schlüsselspiel – Foto: JPH

Um in Lemgo zu bestehen, benötigen Die Recken wieder eine starke Abwehrleistung. In den letzten beiden Spielen mussten die Niedersachsen nur 41 Gegentore hinnehmen. „Es ist für unseren Erfolg sehr wichtig, wie wir in der Abwehr stehen. Wenn wir wie zuletzt nur 20 oder 21 Gegentore bekommen, haben wir in jedem Spiel sehr gute Chancen, es zu gewinnen“, weiß Trainer Ortega um die hohe Bedeutung des defensiven Mannschaftsteils. Dies sieht auch Mait Patrail so. „Eine funktionierende Abwehr sorgt nicht nur für leichte Tore im Tempogegenstoß, sondern gibt auch dem gebundenen Angriffsspiel mehr Sicherheit.“

Personell können Die Recken auf die gleiche Besetzung wie in den Vorwochen vertrauen. Nur der Langzeitverletzte Pavel Atman steht nach wie vor nicht zur Verfügung. „Bis zum Jahresende kommen viele Spiele auf uns zu, da ist es natürlich von Vorteil, wenn wir möglichst viele Spieler gesund und fit zur Verfügung haben“, sagt Ortega. Sollten die Niedersachsen die hohe Hürde in Ostwestfalen erfolgreich überspringen, wäre die Freude auf der Rückfahrt ob der geografischen Nähe zwar nur kurz, dafür aber umso größer.

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