Die Recken wollen in Eisenach kühlen Kopf bewahren

12. Dezember 2015 @

Den ersten Schritt im Dezember hat die TSV Hannover-Burgdorf beim Sieg über den TuS N-Lübbecke in der Vorwoche gemacht. Beim Aufsteiger aus Eisenach wird es am Sonnabendabend darum gehen, den zweiten Schritt folgen zu lassen. „Wir haben es in dieser Saison noch nicht geschafft, zwei Spiele hintereinander zu gewinnen. In Eisenach haben wir die nächste Gelegenheit dazu, die wir nutzen wollen“, erklärt Trainer Jens Bürkle.

Trainer Jens Bürkle warnnt davor, Eisenach nur am Tabellenplatz zu messen - Foto: TSV Hannover-Burgdorf

Trainer Jens Bürkle warnt davor, Eisenach nur am Tabellenplatz zu messen – Foto: TSV Hannover-Burgdorf

Der Erfolg über Lübbecke ist dem 35-Jährigen in der Nachbetrachtung zu schlecht weggekommen. „Klar mussten wir das Spiel in heimischer Halle gewinnen. Aber Lübbecke ist keine Laufkundschaft, sondern eine Mannschaft, die deutlich mehr Potential hat als es der aktuelle Tabellenstand aussagt. Daher war ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden, auch wenn wir in der Chancenverwertung nicht unseren besten Tag hatten“, arbeitet Bürkle die letzte Begegnung auf.

Beim Blick auf das bevorstehende Spiel in Eisenach treten schnell Quervergleiche zur Partie in Balingen im Oktober auf den Plan. „Jeder weiß, was in Eisenach los ist. Uns erwartet, ähnlich wie in Balingen, ein Hexenkessel, in dem die Zuschauer ihre Mannschaft 60 Minuten lang bedingungslos unterstützen“, so Bürkle. Neben den frenetischen Zuschauern müssen sich Die Recken auch auf verschiedene Abwehrsysteme der Thüringer einstellen. „Eisenach agiert in der Abwehr sehr variabel. Klappt die 6:0 Deckung nicht, werden sie offensiver und gehen in die 5:1 oder 3:3 Abwehr. Darauf müssen wir uns einstellen und die richtigen Lösungen parat haben“, verrät Spielmacher Morten Olsen, der sich nach wie vor mit Schulterproblemen herumplagt.

Einen zusätzlichen Schub wird Olsen mit Sicherheit die vorläufige Nominierung in Dänemarks EM-Kader geben. „Ich würde sehr gerne mit nach Polen fahren. Es wäre mein erstes großes Turnier und da möchte ich natürlich unbedingt dabei sein“, sagt der Rückraumspieler verständlicherweise.

Obwohl der ThSV Eisenach auf dem vorletzten Platz rangiert, ist man im Lager der Thüringer fest vom Klassenerhalt überzeugt. Mit einem Erfolg in Eisenach würde der Quervergleich zu Balingen noch besser passen, denn auch damals behielten Die Recken mit 30:27 die Oberhand. Das daraus folgende positive Punktekonto und der enge Kontakt zu den „Top Ten“ in der Liga wären angenehme Nebeneffekte, die Morten Olsen und Co. gerne mitnehmen würden.

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