Dialog mit AG „Fankulturen“: Klares Bekenntnis zum Erhalt von Stehplätzen

21. Oktober 2017 @

Dem intensiven Dialog zwischen Fußballverbänden und Fans kommt auch aufgrund aktueller Entwicklungen steigende Bedeutung zu. Diesen hohen Stellenwert eines regelmäßigen Austauschs haben hochrangige Verantwortliche des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der DFL Deutsche Fußball Liga sowie die AG „Fankulturen“ mit Fanvertreterinnen- und –vertretern, Fanbeauftragten und Fanprojekten nach einem weiteren, gut zweistündigen Zusammentreffen am Freitag in Frankfurt am Main hervorgehoben. Offen und kontrovers geführte Gespräche über aktuelle Themen aus der Fanszene seien, so betonten alle Teilnehmer, eine wesentliche Voraussetzung, um auch bei teilweise unterschiedlichen Positionen Fortschritte und Lösungen zu erzielen. Zudem sei es wichtig, durch Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit bei diesen Treffen neues Vertrauen für die Dialogbereitschaft auf beiden Seiten zu schaffen.

Stehplätze sollen bleiben – Foto: JPH

Ein klares Bekenntnis aller Teilnehmer – für den DFB Präsident Reinhard Grindel und Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius sowie für die DFL Präsident Dr. Reinhard Rauball und der 1. Vizepräsident Peter Peters – gab es für die Beibehaltung von Stehplätzen in den Stadien. Als wichtiges Signal wurde ebenso einvernehmlich die durch DFB-Präsident Grindel kürzlich initiierte und von ihm am Freitag nochmals erläuterte Aussetzung von Kollektivstrafen untermauert. Wie schon bei einem Treffen von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert  und Dr. Curtius mit der AG „Fankulturen“ im vergangenen August wurden weitere Aspekte wie Dialogformen, die 50+1-Regel und die Sportgerichtsbarkeit behandelt.

Den Austausch von DFB, DFL und AG „Fankulturen“ gibt es seit 2016. In der AG bringen sich neben weiteren DFB- und DFL-Vertretern unter anderem die Bundesbehindertenfanarbeitsgemeinschaft (BBAG), F_in „Netzwerk Frauen“ im Fußball, die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) und Queer Football Fans (QFF) ein. Erneuert wurde die Einladung an weitere Fanorganisationen, die diese Möglichkeiten zum Austausch noch nicht oder nicht mehr wahrnehmen.

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