Auswärts- oder Heimspiel – egal, Hauptsache Fußball

15. August 2015 @

“ Auswärts- oder Heimspiel – egal, Hauptsache Fußball“, mit diesen Worten kommentierte 96-Cheftrainer Michael Frontzeck die Frage, ob der heutige Start seiner Mannschaft nicht besser in der HDI Arena stattgefunden hätte. Und mit dieser Einstellung reiste das Team von Hannover gestern nach Darmstadt, zum Aufsteiger SV Darmstadt 98. Auch wenn Frontzeck die Partie als normale Bundesligapartie einstuft, so ist der Start gegen einen Neuling immer etwas besonderes. Zwar hat nach Angaben von Hannover die Trainerabteilung diesen Neuling beobachtet und „ausgewertet“, doch man kennt sich nicht, Spielweisen sind noch schwer einzuschätzen und Schlüsselspieler haben sich noch nicht herauskristallisiert. Und dann auswärts – aber das macht ja nichts, wie eingangs dargestellt.

Die Qual der Wahl hat Cheftrainer Michael Frontzeck nicht nur bei den Getränken, sondern auch im Sturm seiner "Roten" - Foto: JPH

Die Qual der Wahl hat Cheftrainer Michael Frontzeck nicht nur bei den Getränken, sondern auch im Sturm seiner „Roten“ – Foto: JPH

Hannover kann mit allen Kräften anreisen, außer den langzeitverletzten Bech und Kiyotake, wobei Bech bereits wieder im Training ist. Benshop sei dabei, so Frontzeck und könne eingesetzt werden. Vielleicht ist das ja auch dringend notwendig, wenn man die schwachen Leistungen des 96-Sturms gegen den Viertligisten Hessel Kassel in Betracht zieht. Aber na ja, Pokalspiele haben eben…. Sie kennen das.

„Unser Saisonziel ist es, gut reinzukommen, eine stabile Saison zu spielen und nicht wieder so in Bedrängnis zu kommen, wie 2014/15“, so der Trainer. Er verwies darauf, dass schließlich die ganze Offensive „völlig neu ist“. Das erlaube keine Vergleiche mit anderen Vereinen. „Wer am Ende vor und hinter uns stehen wird, werden wir sehen“, meint Frontzeck. Prognosen gebe es nicht. Gleichzeitig nimmt er noch den Neuzugang Mevlet Erdinc in Schutz, der nicht viel Torgefährlichkeit in Kassel ausgestrahlt habe: „Wir haben einen guten Kader, aber alle müssen sich erst einmal finden.“ Auch St. Maximin werde er nur gezielt einsetzen, quasi in homöopathischen Dosen, um ihn als 18-Jährigen nicht zu „verheizen“.

Darmstadt ist seiner Ansicht nach eine Mannschaft, die es auf Grund ihrer Leistungen verdient habe, in die erste Liga aufzusteigen. „Das wird ein echter Test, auch wenn das Pokalspiel schon hinter uns liegt“, sagt der Trainer. Und mit Blick auf die eingeschränkten „Annehmlichkeiten“ für die Profis im Stadion am Böllenfalltor vor und nach dem Spiel fügt er hinzu: „Für einen Sieg würde ich sogar nochmal kalt duschen!“ Wäre schöner als anders herum: Kalte Dusche für die Roten auf dem Platz.

Wer nicht mit nach Darmstadt gefahren ist, kann das Spiel unter anderem live in der Sehnder Arena verfolgen – dort geht es ab 15 Uhr los mit der Vorberichterstattung.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.