96 schlägt Stuttgart – Tür zum Aufstieg weit offen

16. Mai 2017 @

Das Schlagerspiel der 2. Liga fand dieses Wochenende in Hannover statt. Zugleich gab es dabei ein Fernduell mit dem Tabellenzweiten, Eintracht Braunschweig. Am Ende hatte Hannover 96 in beiden Auseinandersetzungen das bessere Ende für sich. Man schlug den Tabellenführer zuguterletzt verdient mit 1:0, und Braunschweig holte sich vollkommen  unerwartet in Bielefeld eine 6:0-Packung ab. Ist das aber schon der Aufstieg, wie ihn die Fans nachdem Abpfiff feierten und besangen? Da darf man Andre Breitenreiter zufolge noch nicht zu euphorisch sein, denn das Spiel in Sandhausen ist auch kein Selbstläufer.

Hannes Wolf gratulierte den Roten zum Aufstieg – Foto: JPH

Mit dem Anpfiff am Sonntag um 15.30 Uhr in der HDI Arena begann zunächst ein zähes Spiel mit Abtasten und Ausloten der Möglichkeiten. Etwa nach 25 Minuten zeigten sich dann leichte Vorteile bei den Hausherren, die tatsächlich kaum Flankenbälle der Gäste zuließen, das Torungeheuer Simon Terodde kam nicht zum Zug . So erspielte sich Hannover leichte Feldvorteile, die in mehreren Chancen gipfelten, aber nicht von Erfolg gekrönt waren. Erst ein tolles Solo von Felix Klaus (40.) am und im Strafraum mit einem Schuss aus linker Position gegen die Laufrichtung des guten Stuttgarter Schlussmannes Langerak in die rechte untere lange Ecke brachte den Erfolg.

Den Vorsprung nahmen die Roten dann auch mit in die Halbzeitpause, aus der beide Mannschaften unverändert zurückkamen – wozu auf Grund der gezeigten Leistungen auch keine Notwendigkeit bestand. Aber das Tor von Klaus war noch nicht allein der Türöffner für den Aufstieg. Zeitgleich rannten die Schützlinge von Torsten Lieberknecht in ein Debakel, das ihnen keiner zugetraut hatte. Die Eintracht aus Braunschweig lag zur Pause mit 2:0 hinten, was den Punktevorsprung zugunsten des Breitenreiter-Teams verschob.

Andre Breitenreiter muss auf drei Stammspieler in Sandhausen verzichten – Foto: JPH

Und mit jedem Blick auf die Anzeigetafel wurden die Fans lauter und das Team der Roten etwas sicherer. Als es dann in Bielefeld innerhalb von knapp 10 Minuten zu einem 6:0 für die Bielefelder kam, verpasste dann leider einer der sichersten Schützen, Martin Harnik, noch, in der Arena den Sack zuzumachen. Sein Schuss traf nur den rechten Pfosten des Tors von Langerak, der dabei sonst keine Chance gehabt hätte, das 2:0 weiterhin zu verhindern. Auch Füllkrug hatte davor schon aus aussichtsreicher Position quer am Tor vorbeigezielt. Und so wurde es in der Schlussphase, die auch noch um vier Minuten verlängert wurde, noch einmal hektisch. So zog Sané die Notbremse (86.), verließ mit glatt Rot die Arena, und Tschauner war mehrfach gezwungen, den Sieg festzuhalten. Denn Stuttgart wollte den Ausgleich, um mit dem Punkt den Aufstieg perfekt zu machen.

Doch daraus wurde nichts, und dank der Schützenhilfe aus Bielefeld steht Hannover 96 nun kurz vor dem Wiederaufstieg ins Oberhaus. Doch zu maximaler Euphorie ist noch kein Anlass, da ja noch das Spiel in Sandhausen ansteht, das in Hannover mit einem 0:0 davonzog. So besteht noch die hoffentlich theoretische Möglichkeit, dass Braunschweig zuhause gegen Karlsruhe mit sieben Toren zu Null gewinnt, während Hannover im BWT-Stadion von Sandhausen mit 0:1 verliert. Dort aber muss Breitenreiter auf Sané (mittlerweile für zwei Spiele gesperrt), Prib und Harnik verzichten, die Rot oder Gelb gesperrt sind. „Aber unser Kader ist gut und breit aufgestellt, und andere werden dafür in die Bresche springen“, sagte der Trainer noch kurz nach dem Spiel.

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