96 rotiert im Pokal nun auch – personell

25. Oktober 2017 @

Heute tritt die Mannschaft aus Hannover beim Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg an, der seit Mitte September einen neuen Trainer hat und sich nun auch im Pokal beweisen will. Dabei übernimmt Andre Breitenreiter ein Prinzip, dass sich bisher nur die Mannschaften der „großen“ Bundeligavereine erlaubten – die Spielerrotation. „Wir wollen dem einen oder anderen mal eine Pause gönnen“, so formulierte der Trainer es am Dienstag in der Pressekonferenz – und meinet damit nicht nur den Torwart Philipp Tschauner, für den Michael Esser zwischen die Pfosten kommen wird.

Andre Breitenreiter lässt im Pokalwettbewerb auch mehrere Spieler tauschen – Foto: JPH

„Es gibt viele Spieler, die sich durch tadellose Trainingsleistungen einen Einsatz verdient hätten. Und so bleiben auch Pirmin Schwegler, Felix Klaus und Matthias Ostrzolek zuhause, dafür sind Manuel Schmiedebach, Miiko Albornoz und Charlison Benshop mit im Kader. Wer aber letztendlich dann in der Startelf auf dem Platz stehen wird, war am Dienstag aus dem Coach nicht herauszubekommen. Aber, und das ist bei aller Rotation und Spekulation klar, der Pokalwettbewerb ist für den Trainer und sein Team ein wichtiger Wettbewerb, auch in finanzieller Hinsicht. Selbst die Frage nach der Sturmkombination Jothanas und Füllkrug, Harnik und Jothanas oder wieder Harnik und Füllkrug – oder etwas ganz neues – blieb am Ende auch offen. Lediglich ein „wir werden die Mannschaft so aufbauen, wie es die Videoanalyse ergeben hat“ war ihm zu entlocken.

Aus Wolfsburg kommen „Signale der Stabilität“, so Breitenreiter. Die Mannschaft hat eine hohe individuelle Qualität, „der wir eine starke Mannschaftsleistung entgegensetzen müssen“ gab es zur Taktik für den heutigen Abend zu erfahren. Immerhin, und das ist unabhängig von den bisherigen Unentschieden-Spielen unter dem neuen Wolfsburg-Trainer Martin Schmidt, ist die Heimmannschaft den „Fluch der ewigen Punkteteilung“ am Ende dieses Spieltages sicher los.

Natürlich sind sich auch die Hannoveraner bewusst, dass es am Ende einen Sieger geben wird. Doch nicht die Verlängerung oder gar das Elfmeterscheißen sind das Ziel der Roten., auch wenn man das „eventuell noch mal trainieren will“, wie Breitenreiter diesbezüglich sagte. Lieber wäre es ihm, „das Spiel vorher zu entscheiden“. Und dazu braucht er auch die Fans, die sich zeitweise in Augsburg schon wieder zu Wort gemeldet haben. „Es ist schade, dass die Mannschaft die Unterstützung der Fans nicht umfassend erfährt. In Augsburg sind sie ja dann noch aufgewacht und waren nach dem 2:1 richtig laut. Das hat uns in den Schlussminuten sehr geholfen.“ Und so hofft er auch jetzt wieder auf die mitgereisten 2500 Anhänger der Roten und deren lautstarke Hilfe in kritischen Phasen des Spiels.

Das beginnt um 18.30 Uhr und es gibt noch Karten dafür an den Kassen, denn das Stadion ist nicht ausverkauft.

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