96 ab jetzt mit dem Blick nach unten

17. März 2018 @

Morgen mittag ist es soweit: Für Hannover 96 beginnt die Mini-Reihe der schweren Spiele in der Bundesliga. Hat man schon die zurücklegenden drei gegen etwas „leichtere“ Gegner nicht gewonnen, so wäre jedes Unentschieden in den kommenden zwei Partien ein gefühlter Sieg. Dortmund und  Leipzig sind zwei Spiele, bei denen die Mannschaft von Andre Breitenreiter mehr als 100 Prozent geben muss – und das hatte sie in den verlorenen Spielen gegen Mönchengladbach, Frankfurt und Augsburg eher nicht angeboten. Dazu werden noch Martin Harnik und Ilas Bebou definitiv fehlen, Felipe und Elez sind noch mit einem Fragezeichen versehen. Dagegen könnte Jonathas wieder in der Startelf sein, nicht nur, weil er wieder fit wäre, sondern weil vielleicht auch eine Alternative fehlt.

Andre Breitenreiter hatte Recht: Der Blick nach oben ist unrealistisch – Foto: JPH/Archiv

Dortmund muss dagegen wohl auf Markus Reuss verzichten, der Rest steht Trainer Peter Stöger aber zur Verfügung – Bedrohung für das hannoversche Gehäuse genug. In der Analyse sieht Breitenreiter die Kompaktheit seines Teams nicht mehr, die es gilt, wieder herzustellen. Und zu viele individuelle Fehler hätten sich eingeschlichen. Also genau die Dinge, auf die er immer beim Gegner lauert. Und der bei den Roten…

Dass die Borussen gegen Salzburg in der Europa League ausgeschieden sind, sieht der Teamchef dabei eher als Nachteil, denn die wollen sich jetzt rehabilitieren. Außerdem hat Stöger seinen Markus Götze kritisiert, und der will es nun ganz speziell besser machen. Also zwei weitere Faktoren, die gegen die Gäste von der Leine sprechen. Zudem hat Dortmund „Weltklasse-Leute auf dem Platz, unabhängig vom System“, so Breitenreiter. Denn auch der Trainer ist neu gegenüber dem Hinspiel.

Derzeit konnte man „überleben“, weil auch die unteren Mannschaften verloren haben, doch darauf kann und darf sich Breitenreiter nicht verlassen. Derzeit steht das Team auf Platz 13 mit sieben Punkten vor dem Relegationsplatz und könnte dort auch bleiben – aber Freiburg wartet dahinter mit nur zwei Punkten Abstand. So ist der Blick nach unten, den Manager Horst Heldt und der Trainer anfang des Jahres immer wieder beschworen haben, sehr realistisch.

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