37. Harzquerung mit Ultra-Läufer Helmut Voigt aus Rethmar

6. Mai 2016 @

Am Sonnabend, 30. April, war es wieder soweit: die „37. Harzquerung“ stand auf dem Lauf-Programm. In diesem Jahr passte es ja auch genau mit dem Datum, denn am 30. April jeden Jahres ist im Harz „Walpurgis“, der höchste Feiertag für alle Harzbewohner.

Die Harzquerung geht über Stock und Stein durch den Wald - Foto: H. Voigt

Die Harzquerung geht über Stock und Stein durch den Wald – Foto: H. Voigt

Die Harzquerung hat eine lange Geschichte. Erstmals wurde sie, damals noch unter dem Namen „Harzüberquerung“, in den siebziger Jahren veranstaltet. Seit Beginn war die Harzquerung sowohl für Wanderer als auch für Läufer bestimmt, denen die Nähe zur Natur wichtig ist, und die sie in ihrem ursprünglichen Charakter erfahren wollen. Dies spiegelt sich insbesondere in der Streckenführung wider, die schmale, unbefestigte Wege bevorzugt und stets die jeweiligen Eigenheiten der durchquerten Landschaft hervorkehrt.

Der Start hat mit dem letzten Sonnabend im April seinen festen Platz im Jahr. Heutzutage stehen drei Strecken unterschiedlicher Länge zur Auswahl, die sowohl für Läufer als auch für Wanderer offen sind. Die traditionell 51 Kilometer lange Distanz von Wernigerode nach Nordhausen stellt dabei die größte Herausforderung dar. Inzwischen überwiegen die Läufer und Läuferinnen bei weitem. Waren es zu Beginn nur wenige, nahmen im Jahr 2003 über dreihundert teil, die meisten davon auf der langen Strecke. Die Harzquerung vermeidet bewusst den Anspruch einer Massenveranstaltung. Auch heute geht es noch sehr familiär und unbürokratisch zu.

MTV Rethmar Ultra-Läufer Helmut Voigt hatte sich wieder für diese längste der drei Distanzen, für die Hauptstrecke von 51 Kilometer von Wernigerode nach Nordhausen, entschieden. Diese Hauptstrecke der Harzquerung beginnt im Norden des Harzes am Stadtrand von Wernigerode. Ziel des Laufes ist Nordhausen im Südharz. Der Weg führt größtenteils über schmale Forst- und Wanderwege. Breite befahrbare Wege werden, so gut es eben geht, vermieden. Ausgebaute Straßen werden nur gekreuzt oder insofern benutzt, als es die Durchquerung von Ortschaften erfordert.

Helmut Voigt aus Rethmar nach dem Zieleinlauf in Nordhausen - Foto: Privat

Helmut Voigt aus Rethmar nach dem Zieleinlauf in Nordhausen – Foto: Privat

Das Anliegen des Laufes geht dabei über den rein sportlichen Aspekt hinaus. Bei der Auswahl der Strecke wird stets versucht, den Harz in seiner landschaftlichen Ursprünglichkeit zu zeigen, und den Läufer die vielfältigen Facetten der Natur entdecken zu lassen. Im Streckeverlauf findet man die Fichtenforste des Nordharzes, unterbrochen von den Flusstälern der Warmen und Kalten Bode, genauso wie die typischen Buchenhochwälder und die weiten Hügel des Südharzes.

Entlang der 51 Kilometer sind in Abständen von jeweils etwa zehn Kilometern insgesamt vier Verpflegungspunkte aufgebaut, an denen es Brot, Obst, Süßes, sowie warme und kalte Getränke gibt. Zusätzlich sind am höchsten Punkt, auf dem Poppenberg, und fünf Kilometer vor dem Ziel Getränke erhältlich.

Das Ziel in Nordhausen befindet sich im Albert-Kuntz-Stadion nahe des nördlichen Ortseingangs. Auch hier gibt es Verpflegung und Getränke. Zielschluss ist um 16 Uhr. Insgesamt sind 1360 Höhenmeter zu überwinden. MTV-Läufer Helmut Voigt benötigte für die Strecke eine Laufzeit von sechs Stunden und 52:38 Minuten und belegte damit in seiner Altersklasse M 65 Platz 4. In der Gesamtwertung kam er auf Platz 468.

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