10. Thüringen ULTRA: Helmut Voigt aus Rethmar läuft wieder 100 Meilen

6. Juli 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Eine Woche nach dem erfolgreichen 5. Kanal-Lauf des MTV Rethmar, bei dem Helmut Voigt noch im Organisationsteam eingesetzt war, fuhr er als ULTRA-Läufer wieder in das Bundesland Thüringen. Dort wollte er zum fünften Mal über eine Laufstrecke an des Start gehen, über die die übrigen Läufer vom MTV Rethmar nur staunen können. Der 10. Thüringen ULTRA stand für ihn am vergangenen Freitag auf seinem persönlichen Laufkalender.

Helmut Voigt bei der Startnummernausgabe beim 5. Kanal-Lauf des MTV Rethmar vor seinem Start in Thüringen – Foto: P. Lieser

Helmut Voigt bei der Startnummernausgabe beim 5. Kanal-Lauf des MTV Rethmar vor seinem Start in Thüringen – Foto: P. Lieser

Der MTV Rethmar–Läufer beschreibt auch dieses Mal, wie es ihm über die 100 Meilen (rd. 160 Kilometer) ergangen ist.

„Es war einer meiner schwersten Läufe, die ich bisher bestritten habe. Die Nacht in meinem Zelt war für mich viel zu warm mit über 20 Grad. Jede Menge Fliegen und Mücken störten doch schon ein wenig die erforderliche Nachtruhe, denn die ist für einen 100 Meilen–Lauf doch schon sehr wichtig. Am Starttag hätte ich dann auch nicht schon um 16 Uhr starten sollen, sondern erst 17 Uhr. War somit 45 Minuten vor dem offiziellen Weiterlaufen schon in Sontra. Dort habe ich schnell neue Laufsachen angezogen und mich etwas erholt. Danach ging es auf der Strecke weiter in Richtung Ziel. Mein Vorteil ist, dass ich diese Laufstrecke sehr gut kenne, denn ich bin sie schon vier Mal gelaufen. Zum Glück gab es in der Nacht nur wenige Regentropfen. Es lief also ganz gut. Bei Kilometer 120 hatte ich zwar ein paar Probleme mit dem Kreislauf und dem Magen. Nach und nach wurde es aber leichter. Ich bin im Gedanken die Strecke durchgegangen und langsam weiter vorwärts. Mit jedem Kilometer ging es ‚besser‘. Als ich bekannte Punkte sah, wusste ich, ‚du schaffst das‘. Auf den letzten Kilometern war nur noch schnelles Gehen angesagt. Im Ziel dann nur noch ein Gedanke: ‚Duschen‘.

Der Zielort Fröttstädt, der ULTRA-Laufstadt – Foto: H. Voigt

Der Zielort Fröttstädt, der ULTRA-Laufstadt – Foto: H. Voigt

Bin als Einziger in meiner Altersklasse angekommen. Und da alle anderen Starter auch erfahrene Läufer waren, bin ich doch schon ein wenig stolz auf meine Laufleistung. Das Wetter an diesem Lauftag war zwar nicht so heiß wie im vergangenen Jahr, denn 2015 waren es deutlich über 30 °Celsius gewesen. Zudem sorgten kurze Regenschauer für eine kleine Abkühlung und es war auch nicht mehr so warm, wie in der Nacht vor dem Start. Nach 27:41:22 Stunden erreichte ich am Sonnabend das ersehnte Ziel in Fröttstädt.“

Danach ging es für Voigt erst einmal zum Ausruhen in den Harz – ganz ohne Laufen.

Urkunde, Medaille und T-Shirt am Zielort – Foto: H. Voigt

Urkunde, Medaille und T-Shirt am Zielort – Foto: H. Voigt

Der Thüringer ULTRA ist schon etwas besonderes. Die Startzeiten liegen am späten Nachmittag bis in den Abend hinein, nämlich von 16 bis 22 Uhr. Je voller Stunde startet eine Gruppe.
Jeder Läufer muss dabei seine Startzeit so wählen, dass er die 70. Streckenmeile zwischen 4 und 7 Uhr passiert. Die Startzeit muss bei Abholung der Startunterlagen durch den Läufer  bereits angegeben werden. Die Strecke ist ein markierter 100 Meilen Rundkurs mit etwa 3100 Höhenmetern.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.