Zwei schwere Auffahrunfälle: Verkehrsbehinderungen bis zum Abend

13. April 2016 @

Zu zwei Auffahrunfällen unter Beteiligung von Lastwagen ist es gestern gegen 7.45 und gegen 13 Uhr auf der A 2 in Fahrtrichtung Dortmund zwischen den Anschlussstellen (AS) Hämelerwald und Lehrte gekommen. Insgesamt sind dabei zwei Fahrer schwer und zwei leicht verletzt worden.

A 2 bleibt wohl bis zum Abend gesperrt - Foto: JPH

A 2 bleibt wohl bis zum Abend gesperrt – Foto: JPH

Der erste Unfall ereignete sich gegen 7.45 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt ist ein 56 Jahre alter Fahrer mit seinem Sattelzug auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung Dortmund gefahren. Unmittelbar hinter der Raststätte „Lehrter See“ hatte sich aufgrund stattfindender Bauarbeiten in Höhe Hannover-Bothfeld ein Stau gebildet. Das Stauende erkannte der 56-Jährige offenbar zu spät und fuhr auf das Gespann eines 36-Jährigen auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieses Fahrzeug gegen einen davor stehenden Sattelzug eines 33-Jährigen geschoben. Der Unfallverursacher zog sich bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen zu, ein Rettungshubschrauber transportierte ihn in eine Klinik.

Desweiteren schleuderten Trümmerteile gegen den Personenwagen einer 50-Jährigen. Diese blieb, wie auch die beiden anderen beteiligten Lastwagenfahrer, unverletzt. Nach Schätzungen der Polizei entstand bei diesem Unfall ein Schaden in Höhe von 180 000 Euro. Aufgrund von erforderlichen Fräsarbeiten an der Fahrbahn, die durch Betriebsstoffe verunreinigt wurde, wurde der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Wenige Stunden später, gegen 13 Uhr, erfolgte in Fahrtrichtung Dortmund erneut ein folgenschwerer Unfall. Der 40-Jahre alter Fahrer eines Sattelzuges hatte auch hier das Stauende offensichtlich zu spät bemerkt; der Stau resultierte aus den erforderlichen Fahrbahnarbeiten des ersten Unfalls. Er fuhr zwischen den AS Hämelerwald und Lehrte-Ost auf einen vor ihm stehenden Sattelzug auf.

Zweimal kam der Rettungshubschrauber an die A 2 - Foto: JPH/Archiv

Zweimal kam der Rettungshubschrauber an die A 2 – Foto: JPH/Archiv

Durch die Wucht des Aufpralls wurden insgesamt drei weitere Lastwagen, davon zwei Zugmaschinen ohne Auflieger, aufeinander geschoben. Der Unfallverursacher wurde in seinem fast vollständig zerstörten Führerhaus eingeklemmt und musste von Rettungskräften befreit werden. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn mit schweren Verletzungen in eine Klinik.

Die beiden Fahrer der Zugmaschinen im Alter von 31 und 43 Jahren verletzten sich leicht. Rettungswagen brachten sie zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Nach polizeilichen Schätzungen entstand ein Schaden von 350 000 Euro. Die Bergungsarbeiten dauerten bis Mitternacht an. Anschließend muss die Fahrbahn im Bereich der ersten Unfallstelle aufgrund ausgelaufenen Öls erneuert werden. Daher ist die A 2 in Richtung Dortmund nach derzeitigem Stand bis heute Abend voll gesperrt. Es kommt auch auf den Umleitungsstrecken zu Behinderungen.

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