Zeitzeugengespräch mit Sara Atzmon

25. April 2015 @

Die Gedenkstätte Ahlem lädt zu einem weiteren Zeitzeugengespräch ein. Dieses mal ist Sara Atzmon die Gesprächspartnerin. Wegen der hohen Nachfrage ist die Veranstaltung von der Gedenkstätte Ahlem in das Haus der Region verlegt worden.

Das Zeitzeugengespräch ist verlegt worden an die Hildesheimer Straße - Foto: JPH

Das Zeitzeugengespräch ist verlegt worden an die Hildesheimer Straße – Foto: JPH

Sara Atzmon, 1933 in Ungarn geboren, überlebte die Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen. Nach ihrer Befreiung im April 1945 in der Nähe von Magdeburg wanderte sie nach Palästina aus. Viele Jahre lang hat Atzmon nicht über ihre Erlebnisse gesprochen, „die Wörter waren zu klein“, sagt die Holocaust-Zeitzeugin dazu heute. Erst im Alter von 50 Jahren begann sie, sich mit der Malerei zu beschäftigen, griff zum Pinsel und erschuf riesige Kunstwerke, die Ausdruck ihres erlebten Leids sind. Seitdem nutzt sie die Kunst, um ihre schrecklichen Erfahrungen während des Holocaust zu verarbeiten. Seit den 1990er Jahren reist sie außerdem um die ganze Welt, organisiert Ausstellungen und erzählt von ihren Erlebnissen. Am Mittwoch, 29. April, um 16.30 Uhr ist sie zu Gast im Haus der Region. Dr. Axel von der Ohe, Leiter Zentrale Steuerung der Region Hannover, spricht zur Begrüßung.

Atzmon hat sich zur Aufgabe gemacht, aktiv gegen das Vergessen anzukämpfen. So wirkte die 82-Jährige zuletzt im Dokumentarfilm „Holocaust light – gibt es nicht!“ von Ilona Rothin mit. Sehr am Herzen liegen ihr der Kontakt und der Austausch mit jungen Menschen. Daher richtet sie sich mit ihren Veranstaltungen, in denen sie ihre bewegende Geschichte erzählt, besonders an Schülerinnen und Schüler, die ebenso wie Sara Atzmon den Wunsch haben, miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Zeitzeugengespräch findet im Haus der Region im Raum N 002 statt.

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