Wie viele Protestanten gibt es in der Region: Zahlen zum Reformationstag

28. Oktober 2017 @

Am kommenden Dienstag, 31. Oktober, erinnern Protestanten in aller Welt an den Beginn der Reformation und die Entstehung der evangelischen Kirche vor 500 Jahren. Der in Niedersachsen erstmals als Feiertag begangene Reformationstag erinnert an die Präsentation der 95 Thesen Martin Luthers im Jahre 1517. 500 Jahre später ist die evangelische Kirche weiter die wichtigste Religionsgemeinschaft in der Region Hannover. Das Team Statistik der Region Hannover hat in seiner aktuellen Statistischen Kurzinformation „500 Jahre Reformation – Protestantismus in der Region Hannover“ Zahlen aufbereitet, die auf der Bevölkerungsstatistik für die 20 Umlandkommunen Hannovers basiert und um Daten der Landeshauptstadt Hannover ergänzt.

Welchen Glaubens sind die Regionsangehörigen? – Foto: JPH

Ungefähr jeder dritte Einwohner der Region Hannover ist demnach evangelischen Glaubens. Die evangelisch-lutherische Kirche ist mit Abstand wichtigste protestantische Religionsgemeinschaft. Ihr gehören im Umland 259 701 Menschen oder 99,0 Prozent aller protestantischen Christen an. Sie ist in allen Städten und Gemeinden der Region Hannover vertreten. Zweitgrößte evangelische Kirchengemeinschaft im Umland ist die evangelisch-reformierte Kirche mit 1646 Mitgliedern, die neben der evangelisch-lutherischen Kirche flächendeckend vertreten ist.

Größtenteils gehören die lutherischen Christen in der Region Hannover zur evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover. Historisch bedingt gehören aber 4074 Protestantinnen und Protestanten in Steinhude und Großenheidorn zur evangelisch-lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe.

Lediglich in Uetze stellen die evangelischen Christen noch eine Mehrheit an der Bevölkerung der Kommune insgesamt. In Neustadt a. Rbge. und Springe erreichen sie noch fast einen Anteil von 50 Prozent. In der Landeshauptstadt Hannover sowie in den drei großen, an sie angrenzenden Städten Garbsen, Langenhagen und Laatzen ist der Anteil der evangelischen Mitbürger mit weniger als einem Drittel der Bevölkerung regionsweit am niedrigsten. Ein hoher Anteil an evangelischer Bevölkerung korrespondiert dabei in der Regel mit einem niedrigen Anteil römisch-katholischer Bevölkerung.

Die hohe Kirchenbindung in Neustadt a. Rbge., Springe und Uetze schlägt sich dabei flächendeckend in der gesamten Kommune nieder. In fast allen Stadt- beziehungsweise Gemeindeteilen der drei Kommunen stellt die evangelische Bevölkerung einen Anteil von mehr als 50 Prozent an der gesamten Bevölkerung. Ausgenommen sind stets nur die Kernstädte sowie in Neustadt a. Rbge. noch Metel, Luttmersen und Helstorf und in Springe noch der Ortsteil Bennigsen.

Alle Zahlen der „Statistischen Kurzinformationen 17/2017“ können  im Internet eingesehen oder heruntergeladen werden.

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