Wassereinbruch auf Vermessungsschiff

19. September 2015 @

Die Seenotretter der Station Borkum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind am Dienstag der Besatzung eines Kutters des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zu Hilfe gekommen. Das Fahrzeug hatte aus noch ungeklärter Ursache einen Wassereinbruch, der sich mit Bordmitteln nicht beheben ließ. Die Seenotretter übergaben Lenzpumpen und begleiteten den Kutter nach Greetsiel.

Der Seenotkreuzer Alfried Krupp – Foto: DGzRS – Die Seenotretter/Archivbild

Der Seenotkreuzer Alfried Krupp – Foto: DGzRS – Die Seenotretter/Archivbild

Der Kutter „Memmert“ des NLWKN meldete um kurz vor 10 Uhr schweren Wassereinbruch im Bereich der Antriebswelle. Das Fahrzeug, das unter anderem Vermessungsarbeiten ausführt, befand sich zu diesem Zeitpunkt mit zwei Mann Besatzung in Höhe der Tonne 33 in der Osterems.

Die „Seenotleitung Bremen“ der DGzRS alarmierte den Seenotkreuzer Alfried Krupp der Station Borkum, der als erster beim Havaristen eintraf, sowie die umliegende Schifffahrt. In der Nähe befanden sich zu diesem Zeitpunkt ein Tonnenleger von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sowie ein Vermessungsschiff vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Beide blieben zunächst zur Sicherung vor Ort.

Die Seenotretter pumpten so viel Wasser aus dem Havaristen, dass er wieder Fahrt aufnehmen konnte. Das Tochterboot Christian der Alfried Krupp begleitete die „Memmert“ nach Greetsiel, um im Notfall sofort eingreifen zu können. Unterwegs gelang es mit Hilfe mobiler Lenzpumpen, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu halten.

Der Havarist wurde in Greetsiel direkt an Land gesetzt, um den Schaden zu beheben. Im Seegebiet herrschten zum Zeitpunkt des Vorfalls starker Wind aus Südost mit sechs Beaufort (bis 59 km/h) und Schauerböen.

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