Vortrag: „Volk ohne Mitte – Die Deutschen zwischen Freiheitsangst und Kollektivismus“

23. April 2015 @

Wie ist die deutsche Psyche wirklich, die Frage versucht Dr. Götz Aly am Donnerstag, 30. April, um 19 Uhr im Haus der Region an der Hildesheimer Straße 18 in Hannover zu beantworten. Der Eintritt dazu ist frei.

Götz Aly verschucht sich "den Deutschen" zu nähern - Foto: Susanne Schleyer

Götz Aly verschucht sich „den Deutschen“ zu nähern – Foto: Susanne Schleyer

Der Mangel an Selbstbewusstsein und gemeinsamen Werten, die Suche nach dem eigenen Vorteil und ein starker Aufstiegswille führten dazu, dass die Deutschen dem nationalen Sozialismus in Massen folgten. In seinen Essays eröffnet Dr. Götz Aly überraschende Einsichten in die geschichtlichen Konstellationen, die die destruktive Energieentladung der zwölf kurzen Hitler-Jahre möglich machten. Er zeigt, dass nach 1945 der Korpsgeist wissenschaftlicher Institutionen – unter anderem der Max-Planck-Gesellschaft – und Loyalitäten unter Historikern die Erforschung dieser Vergangenheit noch lange behinderten. Der Vortrag „Volk ohne Mitte“ basiert auf Alys im Februar 2015 veröffentlichtem Buch mit gleichnamigem Titel.

Götz Aly, 1947 in Heidelberg geboren, ist Historiker und Journalist. Er arbeitete für die „taz“, die „Berliner Zeitung“ und als Gastprofessor. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt. 2002 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis, 2003 den Marion-Samuel-Preis und 2012 den Ludwig-Börne-Preis. Zuletzt veröffentlichte er „Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass 1800-1933“. Er gehörte von 2004 bis 2010 zu den Begründern und Herausgebern der Quellenedition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945“. Götz Aly lebt in Berlin.

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