Vortrag und Workshop im Conti-Campus

25. Juni 2015 @

Heute findet wieder eine Veranstaltung der studentisch-organisierten und interdisziplinären Veranstaltungsreihe „Zur Krise der Ökonomie – Eine Auseinandersetzung mit Kritik & Perspektiven“ statt. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich ausdrücklich an alle Interessierten, vor allem auch an Studierende und Lehrende. Der Eintritt ist frei.

Vortrag ist im Conti-Gebäude - Foto: Universität Hannover

Vortrag ist im Conti-Gebäude – Foto: Universität Hannover

Los geht es um 18 Uhr im Conti-Campus Hannover am Königsworther Platz 1 im Gebäude 1507, Hörsaal 003 mit dem Vortrag: „Feministische Ökonomik“. Sie betont die Trennungsstruktur der modernen kapitalistischen Ökonomie und nimmt die Perspektive des Ausgegrenzten ein. Sie analysiert die aktuelle Vielfach-Krise als Krise des sogenannten Reproduktiven (Care-Arbeit und Naturproduktivität), zeigt den systemischen Charakter dieser Krise auf und macht deutlich, dass diese Ökonomie nicht zukunftsfähig ist.

Im Vortrag werden zunächst diese grundlegenden Zusammenhänge erläutert, um sodann mithilfe des Konzepts „Vorsorgendes Wirtschaften“ Grundelemente einer zukunftsfähigen Ökonomie zu diskutieren. Sowohl in kritischer als auch in gestalterischer Perspektive wird dabei deutlich: Es geht nicht ohne die Kategorie „Gender“.

Referentin Adelheid Biesecker, geboren 1942, war bis 2004 Professorin für Ökonomische Theorie am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen. Sie ist Mitglied im Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften, in der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ) sowie im wissenschaftlichen Beirat von Attac Deutschland.

Um 20 Uhr folgt die Diskussion: „Vorsorgendes Wirtschaften zwischen Stadt und Land“. Im Workshop werden die Perspektiven des Vortrags aufgegriffen und anhand konkreter Projekte diskutiert. Dabei führt die Thematisierung von vorsorgendem Wirtschaften zwischen Stadt und Land zu einer Erweiterung der Debatte um die räumliche Dimension.

Die Referentin Tanja Mölders, geboren 1975, ist seit 2013 Juniorprofessorin für Raum und Gender am Forum für GenderKompetenz in Architektur, Landschaft, Planung der Fakultät für Architektur und Landschaft an der Leibniz Universität Hannover. Ihr Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind feministische Raumtheorien, nachhaltige Entwicklung, Stadt-Land-Beziehungen und gesellschaftliche Natur- und Geschlechterverhältnisse. Sie ist unter anderem Mitglied im Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften in der Akademie für Raumforschung und Landesplanung.

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