Vortrag „Subjekt, Gesellschaft und ‚Volksgemeinschaft‘ im Nationalsozialismus“

24. Juni 2015 @

Die „Volksgemeinschaft“ war ein zentraler Begriff in der NS-Propaganda. Mit diesem Begriff sollten die Menschen im deutschen Reich zu einer homogenen Masse verschmolzen werden. Die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“ sollte soziale Spaltungen überwinden und die Einheit des Volkes herstellen – unter Ausschluss all derjenigen, die in der rassistischen Perspektive der Nationalsozialisten nicht zugehörig sein durften, allen voran die Juden.

Das Reichserntedankfest auf dem Bückeberg bei Hameln war neben dem Reichsparteitag in Nürnberg und der Feier des 1. Mai in Berlin die größte Massenveranstaltung der Nationalsozialisten, die von 1933 bis 1937 regelmäßig stattfand. Das Reichserntedankfest wurde auch als Reichsbauerntag bezeichnet. – Foto: Hans Pusen (Nachlaß im HMH)

Das Reichserntedankfest auf dem Bückeberg bei Hameln war neben dem Reichsparteitag in Nürnberg und der Feier des 1. Mai in Berlin die größte Massenveranstaltung der Nationalsozialisten, die von 1933 bis 1937 regelmäßig stattfand. Das Reichserntedankfest wurde auch als Reichsbauerntag bezeichnet. – Foto: Hans Pusen (Nachlaß im HMH)

Aber war die Volksgemeinschaft wirklich homogen und die Diktatur allumfassend? Verschwanden individuelle Selbstbestimmung und Freiheitsansprüche, die sich in der Moderne zu zentralen gesellschaftlichen Werten entwickelten? In seinem Vortrag „Das Ich und das Wir. Subjekt, Gesellschaft und ‚Volksgemeinschaft‘ im Nationalsozialismus“ am Freitag, 26. Juni, 19.30 Uhr stellt Professor Dr. Michael Wildt Horizonte und Grenzen der „Volksgemeinschaft“ im Nationalsozialismus vor. Der öffentliche Vortrag findet statt im Rahmen des Abschlusskongresses des Niedersächsischen Forschungskollegs „Nationalsozialistische Volksgemeinschaft?“ im Haus der Region an der Hildesheimer Straße 18 in Hannover. Der Eintritt ist frei.

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