„Unsung Weill“: Julia Hülsmann Quartett und Theo Bleckmann

24. März 2015 @

„Ich bin kein Freund von unnötigen Tönen“, sagt Julia Hülsmann – und erzielt damit große Wirkung. Seit bald 20 Jahren macht die 47-jährige Jazz-Pianistin auf sich aufmerksam. Ein besonderes Gespür beweist Hülsmann in der Zusammenarbeit mit Sängerinnen und Sängern wie Rebekka Bakken, Roger Cicero oder Anna Lauvergnac. Nach Neustadt kommt die Musikerin am Mittwoch, 25. März, mit ihrem Programm „Unsung Weill“: vergessene, verworfene oder kaum aufgeführte Werke von Kurt Weill. An ihrer Seite ist der deutsche, in New York lebende Ausnahmevokalist Theo Bleckmann. Das Konzert im Großen Saal von Schloss Landestrost beginnt um 20 Uhr.

Julia Hülsmann und Theo Bleckmann kommen nach Neustadt - Foto: Volker Beushausen

Julia Hülsmann und Theo Bleckmann kommen nach Neustadt – Foto: Volker Beushausen

„Unsung Weill“ will hörbar machen, was bisher ungehört geblieben ist. Julia Hülsmann, seit 2008 ECM-Künstlerin, entdeckt Facetten im Schaffen Weills, die bisher unentdeckt geblieben sind. Die als „Lyrikerin des deutschen Jazz“ gefeierte Wahl-Berlinerin hat sich dafür prominente gesangliche Unterstützung gesucht: den Grammy-Nominierten und Echo-Gewinner Theo Bleckmann. Der virtuose Stimmkünstler ist ein musikalischer Garant für reduzierte Kommunikation und fügt sich damit wunderbar in die Kunst des asketischen Arrangements ein. Zusammen mit Marc Muellbauer (Bass), Heinrich Köbberling (Schlagzeug), Tom Arthurs (Trompete) und Hülsmann am Klavier gelingen dem verstärkten Quartett völlig neue, eigensinnige Interpretationen alter Weill-Werke, die von weniger bekannten Stücken wie „Little Tin God“ und „Your Technique“ bis zu vertrauten Kompositionen wie „Alabama Song“ variieren.

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