Unbekannte legen präparierte Hundeköder aus

23. Januar 2016 @

Unbekannte Täter haben im hannoverschen Stadtteil Bemerode offenbar sogenannte „Hundeköder“ ausgelegt, teilt die Polizei mit. Ein Hund ist nach dem Verzehr verstorben, ein weiterer ist lebensbedrohlich verletzt worden.

Auch anderswo ist möglicherweise mit solchen Ködern zu rechnen - Foto: JPH

Auch anderswo ist möglicherweise mit solchen Ködern zu rechnen – Foto: JPH

Bisherigen Erkenntnissen der Polizei zufolge war eine 71-Jährige am Freitag, 15. Januar, gegen 20.30 Uhr mit ihren Mischlingen auf einer Grünfläche am Viktoria-Saffe-Weg spazieren gegangen. Dabei bemerkte sie, dass einer der Hunde offenbar ein Stück Leberwurst fraß, konnte ihn jedoch nicht mehr daran hindern. Ihr zweiter Hund leckte lediglich an einem weiteren Stück der vermutlich absichtlich ausgelegter Wurstteile.

Im Laufe der Nacht verschlechterte sich der Zustand der beiden Haustiere derart, dass ein Mischling kurz darauf verstarb und der zweite mit lebensbedrohlichen Vergiftungserscheinungen zu einem Tierarzt gebracht wurde. Dieser stellte fest, dass sich der Hund Vergiftungen durch Rattengift zugezogen hatte.

Die Halterin erschien am Donnerstag bei der Polizei, um Anzeige zu erstatten. Das führte zur Einleitung von Ermittlungen wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Ein Tatzeitraum der Auslegung der vergifteten Wurst lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingrenzen, so die Polizei. Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Süd unter der Telefonnummer 0511/109-3620 in Verbindung zu setzen.

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