SüdLink: Vorschlagskorridor und Korridornetz vorgestellt

11. März 2017 @

Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW haben jetzt den vorläufigen Vorschlagskorridor sowie eine durchgehende Alternative und weitere mögliche Korridorvorschläge für SüdLink veröffentlicht. Damit gibt es nun ein valides Netz an möglichen Korridoren für das Gleichstromprojekt, das TenneT und TransnetBW als Erdkabelverbindung planen. Den Antrag auf Bundesfachplanung werden die Projektpartner am 17. März einreichen. Die Antragsunterlagen werden vorab bereits ab dem 9. März veröffentlicht. Damit wollen die beiden Vorhabenträger für das Gleichstromprojekt die Öffentlichkeit schon vor der Einreichung des Antrags auf Bundesfachplanung über den aktuellen Planungsstand informieren.

So wird der Planungsablauf für den Südlink erfolgen – Foto: JPH/Archiv

Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung der TenneT TSO GmbH, erklärte: „Wir haben jetzt einen vorläufigen Korridorvorschlag für SüdLink und Alternativen identifiziert, mit denen wir in das Genehmigungsverfahren gehen. Uns ist es wichtig, einen Korridor zu finden, der Mensch und Natur möglichst wenig belastet. Wir haben dafür die Hinweise der Bürger vor Ort mit berücksichtigt. Jetzt kann der formelle Genehmigungsprozess starten, in dem die Bürger auch rechtliche Mitsprachemöglichkeiten haben.““

Das ist der neue Korridor des SüdLinks mit Erdverkabelung – Grafik: TenneT

SüdLink soll ab 2025 als Gleichstrom-Erdkabelverbindung die windreichen Regionen Norddeutschlands mit Bayern und Baden-Württemberg verbinden. Sie wird in Wilster und Brunsbüttel beginnen; Endpunkte sind Grafenrheinfeld und Großgartach. Das Projekt ist in insgesamt fünf Teilabschnitte aufgeteilt, für die die Vorhabenträger jeweils die Bundesfachplanung beantragen. Auf den Antrag zum ersten Abschnitt folgen bis Ende April die Anträge für die weiteren Abschnitte. TenneT und Trans-netBW werden ab Ende März Planungsstand und weitere Beteiligungsmöglichkeiten auf Bürger-Informationsveranstaltungen vorstellen.

Dem Antrag vorausgegangen war im Herbst 2016 die Vorstellung von möglichen Korridorvorschlägen. Deren Planung sowie die des aktuellen Korridornetzes basieren auf dem vom Gesetzgeber vorgegebenen Erdkabelvorrang sowie weiteren Vorgaben durch die Genehmigungsbehörde. Nach Einreichung der Anträge wird die Bundesnetzagentur die Unterlagen prüfen und Antragskonferenzen ausrichten, zu denen Träger öffentlicher Belange, Umweltverbände und Landesbehörden eingeladen sind und an denen alle interessierte Bürger teilnehmen können. Am Ende der Bundesfachplanung wird die Behörde einen Trassenkorridor festlegen. Dieser wird Ausgangspunkt für das darauf folgende Planfeststellungsverfahren sein, das über den genauen Verlauf der Verbindung innerhalb des Korridors entscheiden wird.

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