Seenotretter im Einsatz: Notfall auf Segelyacht

19. Mai 2015 @

Die Seenotretter der Stationen Maasholm und Gelting sind am Sonnabend, 16. Mai, einem Segler zu Hilfe gekommen, der an Bord einer Segelyacht im Bereich der Flensburger Förde bewusstlos geworden war. Der Skipper der 15 Meter langen Yacht hatte über Funk einen Notruf abgesetzt. Die Segelyacht mit Heimathafen Stuttgart befand sich mit einer sechsköpfigen Crew auf einem Törn nach Schweden.

Für einen Notfall auf einer Segelyacht war der Seenotkreuzer Nis Randers im Einsatz - Foto:  © Andreas Birresborn/Archivbild

Für einen Notfall auf einer Segelyacht war der Seenotkreuzer Nis Randers im Einsatz – Foto: © Andreas Birresborn/Archivbild

Der Seenotkreuzer Nis Randers der Station Maasholm traf in der Nähe des Leuchtturmes Kalkgrund (Ansteuerung Flensburger Förde) zuerst bei der Yacht ein, und die Seenotretter übernahmen die Erstversorgung des bewusstlosen Seglers. Zwischenzeitlich wurden Notarzt und Rettungsassistent vom Hubschrauber Christoph Europa 5 nach Gelting geflogen. Dort nahmen die freiwilligen Seenotretter diese sowie zwei Sanitäter des Landrettungsdienstes an Bord des Seenotrettungsbootes Jens Füerschipp und brachten sie zur Yacht. Arzt und Sanitäter konnten den Mann soweit stabilisieren, dass er mit einer Trage auf den Seenotkreuzer übergeben werden konnte. Die Übernahme des Patienten erfolgte trotz unruhiger Seegangsverhältnisse bei vier bis fünf Windstärken ohne Schwierigkeiten.

Von Gelting aus wurde der Mann per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Bereits am Freitag, 15. Mai, war der Seenotkreuzer Nis Randers drei Mal auf Ostsee und Schlei im Einsatz gewesen. Das Fahrgastschiff „Stadt Kiel“ war kurz vor Kappeln fest gekommen und hatte sich nicht aus eigener Kraft befreien können. Eine Fahrtverzögerung trat für die etwa 90 Passagiere an Bord kaum ein: Nach knapp einer Viertelstunde hatte der Seenotkreuzer das Schiff aus seiner misslichen Lage befreit, und es konnte seine Fahrt fortsetzen. Die Seenotretter von Maasholm halfen außerdem bei Routineeinsätzen einer Segelyacht mit Ruderbruch sowie einer Motoryacht mit Maschinenschaden.

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