Schwelbrand auf Fischkutter südöstlich von Rügen

13. Juni 2015 @

Feuer im Schiff: Jeder Seemann kennt die Gefahren einer solchen Situation. Die Seenotretter sind am Montagabend, 8. Juni, vor dem Peenemünder Haken dem Fischkutter „Einheit“ mit Schwelbrand an Bord zu Hilfe gekommen. Zwei Rettungseinheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) liefen zu dem gut 18 Meter langen Havaristen südöstlich der Insel Rügen.

Das Seenotrettungsboot "Heinz Orth" der DGzRS hat Feuerwehrleute auf den Fischkutter "Einheit" übergeben, um einen Schwelbrand zu bekämpfen. Längsseits der "Einheit" liegt außerdem der Kutter "Bergen" (hi.) - Foto: DGzRS/Die Seenotretter

Das Seenotrettungsboot „Heinz Orth“ der DGzRS hat Feuerwehrleute auf den Fischkutter „Einheit“ übergeben, um einen Schwelbrand zu bekämpfen. Längsseits der „Einheit“ liegt außerdem der Kutter „Bergen“ (hi.) – Foto: DGzRS/Die Seenotretter

Gegen 20.40 Uhr meldete sich der Fischkutter „Bergen“ über den internationalen Notruf- und Anruffunkkanal 16 bei den Seenotrettern. Die „Bergen“ und der etwa gleich große Kutter „Einheit“ hatten zuvor Freest mit Ziel Bornholm verlassen. Querab der kleinen Insel Ruden, nördlich des Peenemünder Hakens, hatte die zweiköpfige Besatzung der „Einheit“ einen Schwelbrand im Vorschiff entdeckt.

Mit einem CO2-Löscher versuchten die beiden Fischer zunächst, den Brand zu bekämpfen. Um ein Ausbreiten zu verhindern, schlossen sie eine Luke im Vorschiff. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers „Eugen“/Station Greifswalder Oie hatte den Notruf aufgefangen. Umgehend verließ die „Eugen“ ihre Station. Die Seenotleitung Bremen der DGzRS alarmierte außerdem das von Freiwilligen gefahrene Seenotrettungsboot Heinz Orth/Station Freest und die Freiwillige Feuerwehr Freest.

Während die „Heinz Orth“ sechs Feuerwehrleute an Bord nahm, ging die „Bergen“ bei der „Einheit“ längsseits, um sie in Schlepp zu nehmen. Der havarierte Kutter hatte aus Sicherheitsgründen seine Maschine abgeschaltet und trieb nun manövrierunfähig auf der Ostsee. Vor dem Fischereihafen von Freest übergab die Heinz Orth die mit Atemschutzgeräten ausgerüsteten Feuerwehrleute auf den Havaristen.

Unterdessen war auch die „Eugen“ eingetroffen. Beide Rettungseinheiten begleiteten den kleinen Schleppverband nach Freest. Im dortigen Fischereihafen übernahmen die Freiwillige Feuerwehr Freest und die Wasserschutzpolizei Wolgast die weiteren Maßnahmen. Nach Angaben der Feuerwehr war der Schwelbrand schnell unter Kontrolle.

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