Regions-Team „Zuwanderung“ schickt mobile Gruppe in die Kommunen

8. April 2016 @

SEHNDE-NEWS. Kurze Wege, vereinfachtes Verfahren: Asylsuchende, die den Städten und Gemeinden in der Region neu zugewiesen werden, müssen jetzt nicht mehr den Weg zur Ausländerbehörde der Region in Hannover auf sich nehmen, zumindest bis auf wenige Ausnahmen. Die Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender (BüMA) und die Aufenthaltsgestattung erhalten Neuankömmlinge jetzt in ihrem Rathaus vor Ort. Erst wenn über einen Asylantrag entschieden ist, wird der Gang zur Ausländerbehörde in der Maschstraße 17 notwendig. Ausnahmen sind die Städte Langenhagen und Garbsen aufgrund der Nähe zu Hannover und der guten Verkehrsanbindung.

Mobile Teams entlasten bei der Erfassung - Foto: JPH

Mobile Teams entlasten bei der Erfassung – Foto: JPH

Möglich ist das neue Verfahren dank der mobilen Teams des Bereichs „Zuwanderung“ der Region: Sie kommen einmal wöchentlich in alle Städte und Gemeinden rund um Hannover, um die Papiere für neu angekommene Zuwanderer auszustellen oder diese zu verlängern. „Wir sind im Februar mit dem ersten Team gestartet, mittlerweile sind zwei Teams unterwegs, das dritte kommt im Juni“, sagt Zuhal Karakas, Leiterin des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit in der Regionsverwaltung. „Das Prozedere hat sich gut eingespielt. Wir haben feste Termine für jede der 18 Kommunen.“

Die Arbeit der mobilen Teams mit jeweils zwei Mitarbeitern, macht sich bereits in der zentralen Anlaufstelle in Hannover bemerkbar. „Im Februar haben wir rund 5700 Besuchernummer ausgegeben; im März waren es noch knapp 5000. Dabei hatten wir nicht weniger Zuweisungen“, sagt Cerstin Husner, Leiterin des Teams Zuwanderung. Tatsächlich läuft die Arbeit der mobilen Teams Hand in Hand mit den Ansprechpartnern vor Ort. „Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter informieren die neu angekommenen Asylsuchenden und nennen ihnen den Termin und den Ort“, sagt Husner. „Das ist viel einfacher als zu erklären, wie man nach Hannover fährt und wo unser Gebäude steht, und die Übernahme der Fahrtkosten zu regeln.“ BÜMAs und Aufenthaltsgestattungen werden jeweils für sechs Monate ausgestellt. Auch die Verlängerung wird künftig über die mobilen Teams abgewickelt.

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