Region verhandelt: Industrie-Hallen sollen Flüchtlinge beherbergen

20. Oktober 2015 @

Die Region Hannover steht kurz vor dem Abschluss von Verhandlungen, um auf einem Industrie-Gelände in Altgarbsen eine Notunterkunft für Flüchtlinge zu schaffen. Das bestätigt Regionspräsident Hauke Jagau. „Die Liegenschaft ist groß genug, in mehreren Schritten voraussichtlich 1000 Menschen unterzubringen. Wir haben den Gebäudebestand besichtigt und sind zu dem Schluss gekommen, dass man diese Hallen herrichten kann.“ Derzeit laufen Gespräche über eine mehrjährige Anmietung. Im ersten Schritt könnte schon im November eine leerstehende Halle bezogen werden. Die Notunterkunft soll im Zuge der Amtshilfe für das Land eingerichtet und betrieben werden, um eine Entlastung in den Erstaufnahmeeinrichtungen zu schaffen. Erst nach der Registrierung werden sie als Asylbewerber dann den Kommunen zugewiesen.

Der Regionspräsident Hauke Jagau plant Erfassungsunterkunft in Garbsen – Foto: Region Hannover

Der Regionspräsident Hauke Jagau plant Erfassungsunterkunft in Garbsen – Foto: Region Hannover

Jagau hob die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Garbsen hervor. „Wir können keine Unterkunft im Niemandsland schaffen. Die akute Notsituation macht diesen Schritt unausweichlich.“ Bürgermeister Christian Grahl betonte: „Wir alle befinden uns in einer Ausnahmesituation, in der in höchstem Maße Solidarität gefragt ist.“ Die Notunterkunft in Garbsen wird, wie auch alle anderen Notunterkünfte in der Region Hannover, zu 50 Prozent auf die Aufnahmequote der Stadt Garbsen angerechnet.

Neben der jetzt geprüften Notunterkunft im Zuge der Amtshilfe für das Land plant die Region Hannover eine weitere Sammelunterkunft, um dort Asylbewerber unterzubringen, die bereits den Kommunen zugewiesen wurden. „Es geht darum, kurzfristige Engpässe zu überbrücken. Die Kommunen stehen bei der Unterbringung von Flüchtlingen unter akutem Druck. Deshalb wollen wir eine Entlastung schaffen“, sagte Jagau. Ein Standort für diese Sammelunterkunft steht noch nicht fest.

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