Region Hannover bezuschusst 32 Projekte für ein gutes Miteinander

13. Dezember 2017 @

Gemeinsam aus alten Materialien Rucksäcke und Taschen nähen, über das Schulpraktikum in einem Film berichten, zusammen gärtnern und Obst und Gemüse anbauen: Drei aus 32 Projekten, die die Region Hannover aus Mitteln des Integrationsfonds „Miteinander – Gemeinsam für Integration“ 2017 fördert. Der Regionsausschuss hat am Dienstag, 12. Dezember, grünes Licht gegeben. Kurz vor Weihnachten erhalten 32 Antragsteller die gute Nachricht, dass sie ihre Ideen verwirklichen können.

Vier Projekte im Ostbereich der Region werden gefördert – Foto: JPH

Seit 2009 stellt die Region Hannover jedes Jahr 150 000 Euro zur Verfügung, um Initiativen zu bezuschussen, die das Miteinander von Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte fördern. 71 Bewerbungen sind in diesem Jahr eingegangen und von einer Fachjury gesichtet worden. „Der Integrationsfonds der Region Hannover ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt Jury-Mitglied Ute von Wrangell. „Oft reichen kleine Summen, um in einzelnen Stadtteilen oder Orten Ideen praxisnah umzusetzen. In Uetze bekommen Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe mit Hilfe des Fonds Beratung und Unterstützung.“

Der Regionsausschuss folgte mit seiner Entscheidung der Empfehlung der Jury. Auffällig: In diesem Jahr gingen bei der Region Hannover viele Bewerbungen von Projektträgern ein, die zum ersten Mal einen Zuschuss beantragt haben – 17 kamen zum Zug. 19 der geförderten Projekte laufen in Hannover, vier in Wunstorf, zwei in Burgdorf. Jeweils ein Vorhaben kann dank der Finanzspritze in Barsinghausen, Burgwedel, Langenhagen, Uetze, der Wedemark und Wennigsen realisiert werden. Ein Projekt erstreckt sich auf Hannover und Langenhagen.

Resa Deilami, Leiter der Koordinierungsstelle Integration, ist es wichtig, dass die Projekte von und mit Menschen mit und ohne Migrationshintergrund durchgeführt werden: „Integration geschieht vor Ort und ist ein beidseitiger Prozess. Junge Menschen bilden den Großteil der Zugewanderten und sind somit ein Teil der Zukunft Deutschlands.“ Außerdem hebt Deilami hervor, dass die meisten Projekte nur dank ehrenamtlichen Engagements zustande kommen.

Das Projekt in Hetze beispielweise bezieht sich auf die Beratung und Unterstützung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe. Bisher gab es Beratung für Ehrenamtliche nur auf ehrenamtlicher Basis. Die Vielfältigkeit der Belastungen hat aber so stark zugenommen, dass der Wunsch nach Professionalisierung dieser Beratung aufkam. Der Projektträger plant daher, die Ehrenamtlichen der Gemeinde Uetze in ihrer Arbeit zu unterstützen und ihnen Möglichkeiten zu geben, über die Belastungen in einem angemessenen und begleiteten Rahmen sprechen zu können. Die Zielgruppe sind alle ehrenamtlich Tätigen im Gemeindegebiet Uetze, die sich im weiteren Sinne mit der Flüchtlingsarbeit befassen. Die Fördersumme beträgt 3000 Euro.

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