Region Hannover ändert den Gebührenerlass für Trichinenuntersuchungen bei Wildschweinen

10. Dezember 2018 @


Auf Initiative der beiden CDU-Regionsabgeordneten Rainer Fredermann (Burgwedel) und Oliver Brandt (Burgdorf) stellt die CDU/SPD-Gruppe in der Regionsversammlung Hannover für den Haushalt 2019 einen Antrag, den Gebührenerlass bezüglich Wildschweinen zu ändern: „Die Regionsverwaltung erlässt die Gebühren für Trichinenuntersuchungen bei Wildschweinen. Sollte die Gebühr für Trichinenuntersuchungen aus verwaltungsrechtlichen Gründen nicht erlassen werden können, wird alternativ ein ‚Entgelt‘ in gleicher Höhe für jede abgegebene Blutprobe gewährt und so eine Verrechnung erzielt. Der Gebührenerlass soll so lang andauern, bis das Land Niedersachsen andere Bestimmung in diesem Zusammen erlässt.“

Rainer Fredermann und Oliver Brandt (v.li.) wollen 2019 keine Trichinengebühren mehr in der Region Hannover erheben lassen – Foto: Marc Sinner

Fredermann und Brandt begründen ihre Initiative mit der bestehenden und unverändert hohen Einschleppungsgefahr für die Afrikanische Schweinepest (ASP) nach Deutschland. Dadurch besteht ein hohes Interesse an der verstärkten Bejagung von Schwarzwild speziell im Agrarland Niedersachsen. Außerdem sei eine möglichst zahlreiche Beprobung des erlegten Schwarzwildes zur Früherkennung der ASP dringend erforderlich. Um diese Maßnahmen zu fördern und um allen Beteiligten den Ernst der Lage nochmals zu verdeutlichen, soll nach Auskunft der beiden Regionsabgeordneten die Gebühr für Trichinenuntersuchungen 2019 in der Region Hannover erlassen werden.

Hans-Otto Thiele, Vorsitzender der Jägerschaft Burgdorf, freut sich über den Antrag der CDU/SPD – Koalition in der Region Hannover. „Damit wird auch im Gebiet der Landeshauptstadt Hannover eine dringende Bitte der niedersächsischen Jäger aufgegriffen und erfüllt!“ Dass das Erlassen der Gebühr für die Trichinenproben auf der Dezembersitzung der Regionsversammlung beschlossen wird, gilt als ziemlich sicher. Von den 84 gewählten Regionsabgeordneten stellt die Koalition zwischen CDU und SPD insgesamt 50 Abgeordnete.

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