Region dankt ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren

9. Januar 2016 @

Unter dem Titel „Miteinander in Toleranz – MiT“ läuft seit 2007 in der Region Hannover ein Projekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, interkulturelle Verständigung, Toleranz und Integration zu fördern. In muttersprachlichen Einzelbetreuungen und interkulturellen Sprechstunden beraten Mentorinnen und Mentoren junge Menschen mit Migrationshintergrund und unterstützen sie beim Weg in die Ausbildung und den ersten Job. Viele junge Frauen und Männer haben auf diese Weise ihren Platz in der Gesellschaft und der Arbeitswelt gefunden. Als Dank und um die Arbeit der ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren zu würdigen, hat die Region Hannover zu einem großen Empfang mit Live-Musik ins Haus der Region eingeladen. Anlässlich der Dankesfeier vom Donnerstag für die Mentoren wurden außerdem Projekt-Inhalte, Entwicklungen und Erfahrungen vorgestellt.

Erwin Jordan, Dezernent für soziale Infrastruktur der Region Hannover, MiT-Mentorin Payman Al-Abdal, Petra Langelotz, MiT-Koordinatorin der Region Hannover, Liane Kébreau, VHS Hannover Land, Sopranistin Natasa Tasic Knezevic, MiT-Mentorin Nurten Aksu und Projektteilnehmer Berkan Yüksel bei der Dankesfeier für Mentorinnen und Mentoren im Regionshaus (v. li. n. re.) – Foto: Region Hannover

Erwin Jordan, Dezernent für soziale Infrastruktur der Region Hannover, MiT-Mentorin Payman Al-Abdal, Petra Langelotz, MiT-Koordinatorin der Region Hannover, Liane Kébreau, VHS Hannover Land, Sopranistin Natasa Tasic Knezevic, MiT-Mentorin Nurten Aksu und Projektteilnehmer Berkan Yüksel bei der Dankesfeier für Mentorinnen und Mentoren im Regionshaus (v. li. n. re.) – Foto: Region Hannover

„Die ehrenamtlichen MiT-Mentorinnen und -Mentoren sind ganz wichtige Beistände für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich nach ihrer Ankunft in Deutschland erst einmal zurechtfinden und orientieren müssen“, so Erwin Jordan, Dezernent für soziale Infrastruktur der Region Hannover. „Wir freuen uns sehr, dass das Projekt so viele junge Menschen erreicht – dank des engagierten Einsatzes aller Mentorinnen und Mentoren!“

Miteinander in Toleranz richtet sich an junge Migrantinnen und Migranten aller Nationalitäten im Alter zwischen 14 und 27 Jahren. Viele der jungen Menschen haben keine oder nicht anerkannte Schulabschlüsse und Schwierigkeiten, sich im deutschen Schulalltag zurechtzufinden. Die Mentoren – ausgebildete Ehrenamtliche, oft selbst mit Migrationshintergrund – beraten und unterstützen die Jugendlichen und jungen Erwachsene in ihrer jeweils eigenen Sprache rund um das deutsche Schulsystem und vermitteln bei Problemen in der Schule. Darüber hinaus informieren sie über das Bildungs- und Berufsbildungssystem, begleiten bei Behördengängen und knüpfen Kontakte zu Institutionen und Anlaufstellen. Das vorrangige Ziel dabei ist es, interkulturelle und kommunikative Barrieren abzubauen, den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern und darüber auch die Familien der jungen Menschen beim Integrationsprozess zu unterstützen.

Derzeit gibt es MIT in den Kommunen Garbsen, Laatzen, Neustadt, Ronnenberg und Wunstorf, Burgdorf, Wedemark und Seelze. Dazukommen sollen nun in der ersten Jahreshälfte Angebote unter anderem in Pattensen, Lehrte, Sehnde und Uetze. Umgesetzt wird das Projekt bisher von der Leine-Volkshochschule und der Volkshochschule Hannover-Land. Derzeit laufen Gespräche mit den Volkshochschulen Hannover-Ostkreis und Calenberger Land zur Projektbeteiligung.

Die MIT-Beratungen finden entweder in den regelmäßigen wöchentlichen Sprechstunden an den Projektstandorten oder als individuelle Begleitung in den Familien statt. Die am häufigsten nachgefragten Beratungssprachen sind derzeit kurdisch, türkisch und russisch – in den vergangenen Monaten haben sich zunehmend junge Menschen syrischer Herkunft im Rahmen der interkulturellen Sprechstunde an die Mentoren gewandt. Das Sprachenspektrum reicht von Albanisch oder Arabisch über Griechisch bis hin zu Persisch oder Ukrainisch. Für ihre ehrenamtliche Tätigkeit erhalten die Mentorinnen und Mentoren aktuell eine Aufwandsentschädigung von zwölf Euro in der Stunde.

Die Region Hannover setzt das Projekt Miteinander in Toleranz seit Januar 2007 um. Aufgrund des Projekterfolgs hat die Region Hannover bereits 2014 die Zahl der Standorte erhöht und die Laufzeit des Projekts um drei Jahre bis Ende 2017 verlängert. Außerdem hat die Region vergangenes Jahr beschlossen, das Projekt flächendeckend für die Region Hannover auszuweiten und dafür die jährliche Fördersumme von 192 000 Euro auf 360 000 Euro für das Jahr 2016 zu erhöhen.

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