„Rauchmelderprüfer“ entpuppten sich als Werber für Stromtarife

20. Januar 2016 @

Eine aufmerksame Rentnerin meldete sich am Dienstagmittag gegen 14 Uhr bei der Polizei in Celle und gab den Hinweis auf einen angeblichen „Rauchmelderprüfer“. Der hatte Einlass in ein Mehrfamilienhaus in der Welfenallee begehrt. Der Mann sei mit einem silbernen Fahrzeug und Hamburger Kennzeichen unterwegs, so die Zeugin.

"Rauchmelder" wurden nicht "geprüft" - Foto: JPH

„Rauchmelder“ wurden nicht „geprüft“ – Foto: JPH

Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei führte eine Viertelstunde später in der Lauensteinstraße zum Erfolg. Dort fanden die Beamte einen silbernen Audi mit Fahrer und überprüfen ihn. Der Fahrer trommelte über Handy seine vier weiteren Begleiter zusammen und erklärte, dass sie für einen Hamburger „Optimierungsdienst“ günstige Stromtarife anbieten würden. Eine Überprüfung der Personen bei der Firma bestätigte zunächst deren Angaben, so die Polizei. Die fünf Mitarbeiter, ein Deutscher, einen Philippino und drei Afrikaner im Alter zwischen 20 und 25 Jahren seien in deren Auftrag unterwegs, um Haustürwerbung zu betreiben.

Die ausführliche Überprüfung der Personen und des Fahrzeugs ergaben keinerlei Anhaltspunkte für strafbare Handlungen. Keiner der Angetroffenen führte jedoch eine erforderliche Reisegewerbekarte mit sich, so dass den Werbern eine weitere Ausübung ihrer Tätigkeit untersagt wurde.

In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass es bereits am Montag eine Warnmeldung innerhalb der Polizeidirektion Lüneburg gab, nachdem Bürgerinnen und Bürger Mitteilungen auf ihren Smartphones erhalten hatten, in denen eine zeitnahe Überprüfung von Rauchmeldern angekündigt wurde.

Anzumerken ist deshalb, dass weder Feuerwehrleute noch andere Beauftragte ins Haus kommen, um die ab dem 1. Januar bestehende Rauchmelderpflicht zu überprüfen. Die Polizei geht davon aus, dass sich Diebe auf diese Art und Weise Zugang in Häuser und Wohnungen verschaffen könnten, um die Bewohner um ihr Hab und Gut zu bringen.

Die Polizei rät daher dringend davon ab, auf derartige Anliegen einzugehen und fremde Personen ins Haus zu lassen. Im Zweifelsfall sollte sofort die Polizei informiert werden.

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