Polizei warnt: Vorsicht bei angeblichen Behördenanrufen

1. August 2015 @

In Celle häufen sich Anzeigen wegen Trickbetrügereien. Verantwortlich dafür sind oftmals Callcenter die ihren Sitz im Ausland haben. Die Polizei warnt nun vor diesen Anrufen.

SN-Polizei Region

Vorsicht bei Telefonanrufen mit Geldforderungen – Foto: Red

Die Anrufer geben sich zumeist als Staatsanwälte oder Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes aus und fordern die Angerufenen, meist Senioren, dazu auf, größere Summen auf ein Auslandskonto zu überweisen. Die Hintergründe, warum sie dieses tun sollen, sind vielfältig. Zum Beispiel wird den Angerufenen suggeriert, dass sie sich im Zuge einer Gewinnspielteilnahme strafbar gemacht haben und eine Strafe zahlen müssen oder mit Hilfe einer angeblichen „Scheinüberweisung“ polizeiliche Ermittlungen unterstützen sollen. Gehen die Betroffenen auf die Forderungen ein, ist das Geld weg. In Zeiten datenbasierter Kommunikation und Geldgeschäften dauert es nur wenige Minuten bis das Geld den Besitzer gewechselt hat. Rückforderungen sind dann in der Regel nicht mehr möglich.

Die Polizei rät allen Betroffenen, ähnlich wie beim „Enkeltrick“, nicht auf telefonische Geldforderungen einzugehen. Weder Staatsanwälte noch andere Behörden fordern per Telefon zu Geldzahlungen auf und schon gar nicht ins Ausland. Vielmehr tragen Behörden etwaige Forderungen generell schriftlich und mit Fristsetzung vor. Damit ist für die Betroffenen genug Zeit, die Angelegenheit zu überprüfen und sich gegebenenfalls an Vertrauenspersonen zu wenden.

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