Notstromversorgung für den BOS im Zulauf

13. April 2017 @

„Mit der Übergabe der ersten sechs von insgesamt 66 Notstromaggregaten an Vertreter Niedersächsischer Kommunen treffen wir nun eine noch wirksamere Vorsorge für den möglichen Fall großflächiger oder länger andauernder Ausfälle der öffentlichen Stromversorgung in unserem Bundesland“, sagte Polizeipräsidentin Christiana Berg in Hannover. Hintergrund der Beschaffungsinitiative mit einem Gesamtbudget von rund 800 000 Euro sind gemeinsame Überlegungen des niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport sowie der kommunalen Spitzenverbände, die Ausfallsicherheit der Sendeanlagen im gesamten Land für angenommene Krisenszenarien noch weiter zu erhöhen. Die Maßnahme erfolgt als Teil der zwischen Bund und Ländern abgestimmten sogenannten Netzhärtung für den Digitalfunk BOS.

Polizeipräsidentin Christiana Berg übergibt die Fahrzeugpapiere für die Netzersatzanlagen (NEA) an Vertreter der kommunalen Feuerwehr Niedersachsens – Foto: PD Hannover

In einer Anfang 2017 unterzeichneten Verwaltungsvereinbarung über die Einbindung der Kommunen in das Notfallmanagement für den Digitalfunk „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ (BOS) haben sich die Vertragspartner dazu verpflichtet, flexibel einsetzbare Netzersatzanlagen (NEA) durchs „Land“ zu beschaffen, um sie im Falle eines Falles landesweit bei den Kommunen sofort zum Einsatz zu bringen und damit den digitalen Behördenfunk netzunabhängig für längere Zeit aufrecht erhalten zu können. Mit der Beschaffung der auf Anhänger montierten Anlagen mit einem Stückpreis von rund 12 000 Euro war das Logistik Zentrum Niedersachsen in enger Abstimmung mit der Autorisierten Stelle Digitalfunk Niedersachsen in der ZPD beauftragt.

Die dieselbetriebenen Aggregate zur Energieerzeugung werden an ausgewählten kommunalen Standorten in Niedersachsen platziert, um kurzfristig länger anhaltende Stromausfälle zu überbrücken und gleichzeitig die Betriebssicherheit des vor wenigen Jahren errichteten Funknetzes zu gewährleisten. Die Finanzierung des Projekts erfolgt mit Mitteln des Landes Niedersachsen sowie einer Kostenbeteiligung des Bundes im Rahmen der Netzhärtung.

Die von der Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen und der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz abgenommenen Geräte haben eine Leistung von 9 kVA und sind sowohl für den direkten Einsatz am Bedarfsort als auch für die Gebäudeeinspeisung einsetzbar. Der Transport erfolgt mit einem ebenfalls zum Lieferumfang gehörenden PKW-Anhänger mit integrierter Zubehörbox.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.