Niedersachsen stärkt Palliativarbeit

19. Juli 2017 @

Niedersachsen tritt der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ bei. Damit folgte die niedersächsische Landesregierung am Dienstag einer Empfehlung der Gesundheitsministerkonferenz Ende vergangenen Jahres. Ziel der na­tionalen Strategie ist es, dass jede und jeder Betroffene, unabhängig von seiner jeweiligen Er­krankung und Lebenssituation sowie vom Versorgungsort, qualitativ hochwertig behandelt und begleitet wird.

Niedersachsen tritt der Charta bei – Foto: JPH

Hospizarbeit und Palliativversorgung verdienten größte Hochachtung, sagte Gesundheitsministerin Cornelia Rundt. In Niedersachsen gibt es etwa 130 ambulante Hospizdienste und 26 stationäre Hospize mit rund 250 Plätzen, darunter die Kinder- und Jugendhospize „Löwen­herz“ in Syke und „Joshuas Engelreich“ in Wilhelmshaven. Außerdem bieten 44 Teams die spezialisierte ambulante und rund 60 Krankenhäuser die spezialisierte stationäre Palliativver­sorgung an.

Darüber hinaus führen zirka 520 praktizierende Ärztinnen und Ärzte in Nieder­sachsen die Zusatzbezeichnung „Palliativmedizin“. Etwa 15 000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich in der Hospizarbeit. Deshalb werde die Landesregierung die Netzwerkarbeit der Hospiz- und Palliativversorgung weiterhin unterstützen, so Rundt.

 

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