Neuer Eingang für den Erlebnis-Zoo Hannover

19. Januar 2016 @

Der im Frühjahr 2015 beschlossene Masterplan 2025+ für die weitere Entwicklung des Erlebnis-Zoos Hannover geht mit einem wichtigen Element in die Umsetzung. Markant, natürlich und einladend: Der Entwurf für einen neuen Eingangsbereich, der schon von außen auf das Zoo-Erlebnis neugierig macht, zugleich serviceorientiert und übersichtlich ist und zum Verweilen einlädt, ist gefunden. Der neue Eingang wird gemäß dem Slogan des Erlebnis-Zoos… echt anders!

Ulrike Pape, Andreas M. Casdorff, Hauke Jagau, Christoph Schönhoff (v.li.) mit dem neuen Eingangsbereich im Modell – Foto: Zoo Hannover

Ulrike Pape, Andreas M. Casdorff, Hauke Jagau, Christoph Schönhoff (v.li.) mit dem neuen Eingangsbereich im Modell – Foto: Zoo Hannover

Am gestrigen Montag wurden die Entwürfe des ausgeschriebenen Planungswettbewerbs im Haus der Region vorgestellt: Überzeugt hat die neunköpfige Jury das Gesamtensemble des Teams pape+pape architekten (Kassel) und nsp landschaftsarchitekten (Hannover) mit seiner außergewöhnlichen Gebäudestruktur aus Holz und Glas sowie einem großen, grünen Vorplatz, der zur tierisch spannenden Spurensuche einlädt.

„Mit der Verlagerung des Eingangs wird für den Zoo eine weitere Fläche nutzbar“, so Hauke Jagau, Regionspräsident und Zoo-Aufsichtsratsvorsitzender. Zurzeit sind die Kassen, das Service-Center und der Souvenirshop in dem ehemaligen Zoorestaurant untergebracht, das baufällig ist und zudem tief im Zoo liegt.

Der neue Eingang soll das Thema „Erlebnis-Zoo“ aufnehmen und echten Wiedererkennungswert haben, ohne dabei laut oder aufdringlich zu wirken. Besonderes Augenmerk sollten die Architekten auf die Funktionalität und Flexibilität im Bereich der Kassen und des Service-Counters richten, damit der Zoo auf die schwankenden Besucherzahlen von 250 an einem kalten, ungemütlichen Wintertag bis 12 000 an einem sonnigen Sommer-Sonntag mit entsprechendem Personaleinsatz reagieren kann.

Der Gewinnerentwurf besteche durch sein Gesamtensemble „aus einer skulpturalen Gebäudegeste und – bei Integration des alten Baumbestandes – einem hochwertigen Vorplatz als neuer Adresse“, befand das Preisgericht. Der Baukörper wirke prägnant und habe einen hohen Wiedererkennungswert.

Eingangsbereich nach dem neuen Entwurf – Foto: pape+pape architekten

Eingangsbereich nach dem neuen Entwurf – Foto: pape+pape architekten

Das neue Eingangsgebäude besteht aus zwei unabhängigen eingeschossigen Gebäuden mit Glasfronten, die zur Eingangsseite mit einer überhöhten, schräg aufgestellten Dachfigur aus Holz zusammengefügt werden. Weit geöffneten Armen gleich empfängt das V-förmige Gebäude den Zoobesucher mit dieser einladenden, weithin sichtbaren Geste. Das Gebäude ist aus allen Ankunftsrichtungen gut erkennbar, durch die V-Form werden die Besucher sowohl von der Straßenbahn als auch vom Parkplatz kommend automatisch zu dem hellen, freundlichen Service- und Kassenbereich geleitet, wobei die großen Glasfronten einen ersten Blick auf das Abenteuer Zoo erlauben. Durch verschiebbare hölzerne Fassadenelemente lassen sich die Besucherströme regulieren, indem sie je nach Besucheraufkommen nicht benötigte Kassen- und Servicebereiche ausblenden, ohne einen geschlossenen Eindruck zu vermitteln.

Das auskragende Holzdach wirkt als neues Merkzeichen, dient gleichzeitig als Regen- und Witterungsschutz und bildet zur Adenaueralle eine Aktionsbühne. Auf dem großzügigen, barrierefreien Vorplatz bieten grüne Inseln mit erhöhter Einfassung Sitzmöglichkeiten unter dem Schatten spendenden alten Baumbestand, der genauso erhalten wird wie die alte Natursteinmauer an der Ecke Adenaueralle/Fritz-Behrens-Allee – eine gelungene Symbiose aus Bestehendem und Neuem, so das Preisgericht. Spuren verschiedenster Tiere sind in den Boden eingestempelt und lassen kleine und große Besucher auf Spurensuche gehen. Die originalgetreuen Spuren vermitteln schon vor dem Zoobesuch ein Gefühl von den Größenverhältnissen der Tiere.

Beginn der Bauarbeiten ist voraussichtlich im Frühjahr 2017.

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