Martin Luther und die Juden

5. November 2015 @

Zu einem Vortrag mit Dr. Jens Gundlach lädt die Region Hannover für Donnerstag, 12. November, 19 Uhr, in das Haus der Region an der Hildesheimer Straße 18 nach Hannover zum Vortrag „Martin Luther und die Juden“ ein. Der Eintritt ist frei.

Der Vortrag über Martin Luther zeigt Überraschendes - Foto: JPH

Der Vortrag über Martin Luther zeigt Überraschendes – Foto: JPH

Luthers religiös motivierter Antijudaismus und Antisemitismus waren keine „Ausrutscher“ des Reformators in seiner letzten Lebensphase, sondern markanter Bestandteil seiner Theologie und seiner Kirchenpolitik. Weil die Juden sich mehrheitlich weigerten, zum Christentum überzutreten, überzog er sie mit übelster Hetze und Verleumdung. Luther rief dazu auf, ihre Synagogen und Häuser zu verbrennen, sie der Zwangsarbeit zu unterwerfen und sie letztlich aus Deutschland und Europa zu vertreiben. Einen „Holocaust“ wollte Luther nicht. Aber die Nazis beriefen sich auf ihn.

Dr. Jens Gundlach, Theologe und Politikwissenschaftler, war bis 2003 als Redakteur bei der HAZ verantwortlich für die Themen Kirche und Gesellschaft und veröffentlichte 2010 eine Studie über den Kirchenkampf am Beispiel des hannoverschen Theologen Heinz Brunotte.

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